Das Mittelmeer befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Durch die zunehmende Erwärmung des Meerwassers tauchen immer mehr tropische Fische auf, die ursprünglich aus dem Roten Meer stammen. Arten, die früher in diesem Meer nicht überleben konnten, fühlen sich nun immer wohler.
Wissenschaftler erklären, dass wärmeres Wasser große Auswirkungen auf das Leben im Meer hat. Das Wasser enthält weniger Sauerstoff und verändert seine Zusammensetzung. Dadurch können sich tropische Arten leichter fortbewegen und sich in Gebieten ansiedeln, in denen sie zuvor nicht vorkamen.
Vor allem im östlichen Teil des Mittelmeers, unter anderem in der Türkei und in Griechenland, sind diese Veränderungen deutlich zu erkennen. Taucher berichten, dass sie während eines Tauchgangs manchmal Dutzende exotischer Fische sehen, während dies vor Jahren noch eine Seltenheit war.
Diese neuen Fische stellen eine Bedrohung für die lokalen Arten dar. Viele tropische Raubfische jagen kleine, einheimische Fische, die sich nur schwer verteidigen können. Dadurch verschwinden einige Arten langsam aus bestimmten Gebieten.
Besonders besorgniserregend ist das Auftauchen giftiger Fische wie dem Korallen-Teufel. Dieser Fisch hat giftige Stacheln und keine natürlichen Feinde im Mittelmeer. Das macht ihn sowohl für das Ökosystem als auch für Schwimmer und Fischer gefährlich.
Der Suezkanal spielt bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1869 können Arten aus dem Roten Meer das Mittelmeer erreichen. Durch den Ausbau des Kanals und die höheren Wassertemperaturen schreitet diese Ausbreitung nun schneller denn je voran.
Forscher warnen, dass das Mittelmeer zunehmend zu einem tropischen Meer wird. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Artenvielfalt, die Fischerei und den Tourismus haben. Experten zufolge ist diese Veränderung schwer aufzuhalten.
Quelle: Agenturen





