Ab dem 10. November 2026 wird Ryanair den Check-in-Prozess verschärfen, was insbesondere Reisende auf Mallorca betrifft. Die Check-in-Schalter und Gepäckaufgabe schließen dann 60 Minuten vor dem planmäßigen Abflug, anstatt der bisherigen 40 Minuten.
Ryanair begründet diese Maßnahme mit längeren Wartezeiten an Sicherheitskontrollen und Passschaltern, die dazu führen, dass Passagiere ihre Flüge verpassen könnten.
Diese “geringfügige Anpassung”, wie ein Ryanair-Manager es nannte, bedeutet für viele Reisende jedoch weniger Flexibilität. Besonders betroffen sind Passagiere mit Aufgabegepäck, die etwa 20 Prozent der Fluggäste ausmachen. Die restlichen 80 Prozent, die online eingecheckt haben und nur mit Handgepäck reisen, werden die Änderung kaum bemerken.
Am Flughafen Son Sant Joan auf Mallorca herrscht morgens oft reges Treiben, mit vielen ankommenden und abfliegenden Flügen gleichzeitig. Dies führt zu langen Schlangen an den Check-in-Schaltern, insbesondere für Reisende, die nicht digital versiert sind oder Hilfe beim Self-Service-Terminal benötigen. Die neue Regelung verlagert den Druck auf die Passagiere, früher am Flughafen zu sein. Anstatt das eigentliche Problem anzugehen – Kapazitätsengpässe und Personalmangel bei den Sicherheitskontrollen – versucht Ryanair, Verspätungen durch strengere Check-in-Fristen zu vermeiden.
Parallel dazu plant die Fluggesellschaft eine stärkere Automatisierung, indem bis Oktober 2026 über 95 Prozent der Flughäfen im Streckennetz mit Self-Service-Gepäckautomaten ausgestattet werden sollen. Obwohl solche Systeme in Palma bereits vorhanden sind, stellen sie für ältere Reisende oder Personen ohne Smartphone oft eine zusätzliche Hürde dar.
Quelle: Agenturen





