Während die Iraner zu Hause unter Inflation und Sanktionen leiden, scheint der neue Oberste Führer Mojtaba Khamenei über ein undurchsichtiges Netzwerk an europäischen Luxushotels, unter anderem in Frankfurt, zu verdienen.
Sein Name taucht hinter einem Immobilienimperium auf, in dem Fünf-Sterne-Hotels, Golfresorts und Einkaufszentren in einem Netz von Briefkastenfirmen und Strohmännern untergebracht sind.
Im Zentrum des Konstrukts steht der iranische Geschäftsmann Ali Ansari, der laut Angaben des Vereinigten Königreichs wegen mutmaßlicher Finanzierung der Revolutionsgarde unter Sanktionen steht.
Recherchen der Financial Times und Bloomberg zeigen, wie Ansari über Offshore-Unternehmen in Luxemburg, St. Kitts und Nevis, Deutschland und Spanien ein Portfolio von schätzungsweise 400 Millionen Euro aufgebaut hat, darunter das Hilton Frankfurt City Centre und das Hilton Frankfurt Gravenbruch. Bloomberg bringt das Eigentum mit Mojtaba Khamenei in Verbindung, der selbst seit Jahren auf der amerikanischen Sanktionsliste steht.
Das wirft eine unangenehme Frage auf: Wie kann jemand, der in Washington als persona non grata gilt, ungestört an Zimmern für mehr als 1.000 Euro pro Nacht im Herzen Europas mitverdienen?
Ein Teil der Antwort liegt in der Patchwork-Struktur der Sanktionsregime: Ansari wurde zwar vom Vereinigten Königreich sanktioniert, aber (noch) nicht von der EU, und Khameneis Name taucht in keinem Eigentumsregister auf. Rechtlich gesehen gibt es also oft kein Verbot, moralisch gesehen ist es umso problematischer.
Quelle: Agenturen



