Neues Agrargesetz: Schlachtung als landwirtschaftliche Tätigkeit

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Mit dem jüngst vorgestellten Entwurf des Agrargesetzes erfährt die Landwirtschaft auf Mallorca eine bedeutende Neuerung: Die Schlachtung von Tieren wird erstmals ausdrücklich als landwirtschaftliche Tätigkeit anerkannt. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit kleiner Betriebe zu stärken und traditionelle Praktiken rechtlich abzusichern.

Das Gesetz erweitert die Liste ergänzender Tätigkeiten, zu denen etwa Wein- und Olivenkultur, die Verarbeitung von Milch und Nüssen sowie Jagd gehören. Besonders hervorzuheben ist jedoch die neue Regelung zur Schlachtung: Landwirtschaftliche Betriebe dürfen künftig jährlich bis zu zwanzig Schweine für private Familienschlachtungen verkaufen. Käufer können das Tier entweder vor Ort schlachten oder mitnehmen. Die Produkte aus diesen Schlachtungen sind ausschließlich für den Eigenverbrauch bestimmt und dürfen nicht vermarktet werden.

Diese rechtliche Klarstellung schafft Sicherheit für eine Praxis, die auf vielen Höfen bereits gelebt wurde, sich bisher jedoch in einer Grauzone bewegte. Die Schlachtungen dürfen nur zwischen November und März stattfinden, was dem traditionellen Ablauf entspricht. Der Landwirtschaftsminister betont, dass es sich nicht um eine Tourismusattraktion handelt, sondern um eine Maßnahme zur Unterstützung kleiner Betriebe.

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Zusätzlich sieht das Gesetz vor, dass Landwirte kleine Schlachtanlagen für Geflügel und Kaninchen auf ihren Höfen errichten dürfen. Dies soll den Direktverkauf an Verbraucher erleichtern, wobei strenge Hygienevorschriften einzuhalten sind. Angesichts der Tatsache, dass es auf Mallorca bislang nur einen offiziellen Schlachthof für Geflügel und Kaninchen gibt, eröffnet das Gesetz neue Perspektiven für regionale Betriebe.

Mit diesen Regelungen wird der traditionelle Geist ländlicher Selbstversorgung gewahrt und kleinen Landwirten eine zukunftsfähige Perspektive geboten.

Quelle: Agenturen