Neues Erdbeben mit Stärke 4,6 bei Granada

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Am Dienstag, dem 18. August, erschütterte ein erneutes Erdbeben der Stärke 4,6 die Region Granada in Südspanien, mit dem Epizentrum nahe der Gemeinde Alhendín. Dieses Beben ist Teil einer Reihe seismischer Aktivitäten, die seit dem vergangenen Freitag die Provinz beschäftigen und bereits mehrere kleinere Erdbeben und Nachbeben mit sich brachten.

Das Beben ereignete sich am Vormittag um 10:37 Uhr in einer geringen Tiefe von etwa fünf Kilometern. Die vorläufige Messung stammt vom Instituto Geográfico Nacional, dessen Werte noch angepasst werden können. Bei dem neuen Erdbeben wurden drei Personen leicht verletzt, wie Antonio Sanz, der Vizepräsident der Junta de Andalucía, bestätigte. Konkrete Angaben zu den Verletzungen liegen jedoch nicht vor.

Die Verwaltung von Granada reagierte schnell: Das Rathaus setzte alle verfügbaren Dienste ein, um Schäden an Gebäuden und Wohnungen zu überprüfen. Bürgermeisterin Marifrán Carazo rief die Bevölkerung dazu auf, ausschließlich offizielle Informationsquellen zu nutzen und betonte, dass der lokale Notfallplan für Erdbeben weiterhin in Kraft sei. Die Notrufzentrale erhielt über fünfzig Meldungen, meist über kleinere Schäden wie herabfallende Trümmer oder Fassadenrisse. Schwere Sachschäden wurden bislang nicht gemeldet.

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Beeindruckend blieb der weltberühmte Palastkomplex der Alhambra unversehrt, auch nach dem stärkeren Beben der vergangenen Woche mit einer Stärke von bis zu 5,2, das bis nach Madrid zu spüren war und viele Menschen auf die Straßen trieb. Feuerwehrinspektoren hatten das Denkmal gründlich geprüft, bevor es wieder für Besucher geöffnet wurde.

Die seismische Aktivität in Granada und Umgebung erklärt sich durch die Lage an der Grenze zwischen der afrikanischen und eurasischen Kontinentalplatte, was die Region zu einem der aktivsten seismischen Gebiete Spaniens macht. Experten weisen darauf hin, dass die spanische Baunorm aus dem Jahr 2002 für solche Risikogebiete überarbeitet werden sollte, um heutigen Anforderungen gerecht zu werden.

Diese Erdbebenserie ist ein eindrucksvolles Beispiel für die geologische Dynamik in Andalusien und verdeutlicht die Bedeutung von Vorsorge und gut geplanten Notfallstrategien in erdbebengefährdeten Regionen.

Quelle: Agenturen