Neuwagen, Gebrauchtwagen, Leasing oder Renting?

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Wer sich ein neues Auto zulegen möchte, steht oft vor einer wichtigen Entscheidung. Entscheidest du dich für einen Neuwagen, wählst du ein Gebrauchtwagen-Modell oder wechselst du zu einer Option wie Renting oder Leasing? Jede Option hat ihre eigenen Vorteile, Kosten und Risiken. Deshalb ist es wichtig, im Voraus gründlich über dein Budget, dein Fahrverhalten und die gewünschte Nutzungsdauer des Autos nachzudenken.

Ein Neuwagenkauf übt auf viele Menschen nach wie vor eine große Anziehungskraft aus. Man ist der Erstbesitzer, das Auto ist technisch einwandfrei und man erhält die volle Herstellergarantie. Außerdem kann man meist selbst die Ausführung, die Farbe und die Sonderausstattungen wählen. Dennoch gibt es auch einen wesentlichen Nachteil. Neuwagen verlieren in den ersten Jahren oft schnell an Wert. In manchen Fällen kann ein Auto bereits im ersten Jahr einen Großteil seines Wertes einbüßen.

Deshalb interessieren sich viele Käufer für Gebrauchtwagen. Da der größte Wertverlust bereits stattgefunden hat, bekommt man oft mehr Auto für sein Geld. Mit dem gleichen Budget kann man sich beispielsweise für ein größeres Modell oder eine luxuriösere Ausstattung entscheiden. Moderne Gebrauchtwagen sind zudem oft noch relativ jung und verfügen über viele moderne Technologien und Sicherheitsoptionen. Es ist jedoch ratsam, genau zu prüfen, ob die Wartungshistorie stimmt und wie viele Kilometer das Auto gefahren ist.

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Neben dem Kauf entscheiden sich immer mehr Menschen für Alternativen wie Leasing. Bei dieser Option zahlen Sie einen festen monatlichen Betrag für die Nutzung eines Autos. Meistens müssen Sie zu Beginn keine Anzahlung leisten und es gibt auch keinen Restbetrag am Ende des Vertrags. Wenn der Vertrag ausläuft, geben Sie das Auto einfach wieder zurück. In der monatlichen Rate sind oft Kosten wie Wartung, Versicherung und manchmal Steuern enthalten, sodass du genau weißt, was du jeden Monat zahlst.

Beim Leasing wird im Voraus vereinbart, wie viele Kilometer du pro Jahr fahren darfst, zum Beispiel 10.000 oder 15.000 Kilometer. Fährst du mehr Kilometer als vereinbart, musst du für jeden zusätzlichen Kilometer nachzahlen, was zusätzliche Kosten verursachen kann. Fährst du weniger Kilometer als im Vertrag festgelegt, erhältst du in der Regel eine kleine Rückerstattung pro Kilometer. Dieser Betrag ist meist niedriger als der Betrag, den du zahlen musst, wenn du die vereinbarte Kilometerzahl überschreitest.

Leasing funktioniert etwas anders. Bei dieser Variante musst du meist zu Beginn eine Eigenleistung erbringen. Danach zahlst du über einen vereinbarten Zeitraum jeden Monat einen festen Betrag. Im Vertrag ist auch ein Restbetrag festgelegt, der am Ende der Laufzeit noch zu zahlen ist. Wenn du dich dann entscheidest, das Auto zu kaufen, weißt du genau, welchen Betrag du noch zahlen musst, um Eigentümer zu werden.

Manche Menschen entscheiden sich dafür, diesen Restbetrag erneut zu finanzieren, doch dann werden die Gesamtkosten meist durch zusätzliche Zinsen und eine längere Laufzeit höher. Du kannst dich auch dafür entscheiden, das Auto am Ende des Vertrags wieder abzugeben. In diesem Fall hast du jahrelang gezahlt, ohne dass das Auto letztendlich in deinen Besitz übergeht.

Leasing und vor allem Renting werden häufig von Unternehmen und Selbstständigen genutzt. Das liegt daran, dass sie die Kosten und die Mehrwertsteuer oft als Betriebsausgaben geltend machen können. Dadurch kann es finanziell attraktiver erscheinen. Dennoch muss man dies gut nachweisen können. In vielen Fällen muss man beispielsweise ein Fahrtenbuch führen und klar darlegen können, wofür man das Auto geschäftlich nutzt.

Vor allem für Selbstständige kann das manchmal schwierig sein. Viele Unternehmer nutzen ihr Auto nämlich sowohl beruflich als auch privat. Dann muss man genau nachweisen können, welcher Teil der Kilometer geschäftlich zurückgelegt wurde. Ist das nicht klar, kann es bei einer Prüfung zu Problemen kommen.

Darüber hinaus gibt es bei einigen Automarken noch eine weitere Möglichkeit: ein Auto-Abonnement. Das funktioniert ein bisschen wie ein Abonnement bei beispielsweise Netflix. Man zahlt einen festen monatlichen Betrag und kann während eines bestimmten Zeitraums ein Auto nutzen. Oft handelt es sich um Verträge mit einer Laufzeit von 12, 24, 36 oder 48 Monaten, und das System ähnelt stark dem Leasing.

Der Vorteil eines Autoabonnements besteht darin, dass die Laufzeit manchmal kürzer sein kann, zum Beispiel 12 Monate. Bei manchen Anbietern kann man sogar schon nach sechs Monaten das Automodell wechseln. Der monatliche Betrag wird dann an das neue Modell angepasst, für das man sich entscheidet. Dies kann eine interessante Option für Ausländer sein, die sich beispielsweise etwa ein Jahr lang in Spanien aufhalten und vorübergehend ein Auto benötigen.

Es ist jedoch wichtig, immer genau auf die Bedingungen und das Kleingedruckte zu achten. Denken Sie beispielsweise an Kilometerbegrenzungen, Versicherungen, mögliche Zusatzkosten und die Bedingungen bei vorzeitiger Kündigung des Vertrags.

Welche Wahl letztendlich die beste ist, hängt stark von Ihrer persönlichen Situation ab. Wer gerne Eigentümer seines Autos sein und es lange nutzen möchte, wird sich eher für den Kauf entscheiden. Wer lieber Sicherheit bei den monatlichen Kosten hat und sich weniger Gedanken über die Wartung machen möchte, für den können Renting, Leasing oder ein Auto-Abo attraktiv sein.

Quelle: Agenturen