Die jüngsten Niederschläge, ausgelöst durch das isolierte Hochdruckgebiet „Dana“ (genannt Adam), haben vielerorts auf Mallorca für Aufsehen gesorgt. Viele Menschen verbanden mit den Regenfällen die Hoffnung auf eine baldige Entspannung der problematischen Wassersituation der Insel. Doch ein Blick auf die tatsächlichen Wasserstände der Stauseen beleuchtet die Lage nüchterner.
Die beiden für Palma wichtigen Stauseen, Cúber und Gorg Blau, konnten von den neuen Wassermengen bislang nicht profitieren. Laut Angaben des Versorgers Emaya liegen die Gesamtreserven aktuell bei 32,71 % – sogar leicht unter dem Vorwochenwert. Während der Cúber-See mit 36 % weniger gefüllt ist als zuletzt, zeigt sich beim Gorg Blau nur ein minimaler Anstieg auf nun 29,75 %. Die eigentlichen Auswirkungen der Regenmengen lassen sich jedoch wahrscheinlich erst in den kommenden Tagen abschließend beurteilen, da Wasserstände immer mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung reagieren.
Die meteorologischen Daten zeigen: In Teilen der Insel, wie etwa Escorca oder Calvià, fielen zwar beachtliche 60 bis 79 Liter pro Quadratmeter innerhalb eines Tages, aber insgesamt blieb das Regenaufkommen zu gering, um die Speicher wirklich zu füllen. Trotzdem gibt es einen kleinen Lichtblick: Im Vergleich zum Vorjahr stehen die Speicher heute etwas besser da. Damals waren Füllstände und Reserven um bis zu 10 Prozentpunkte niedriger.
Trotzdem bleibt die Versorgungslage angespannt – der ersehnte Durchbruch für die Wasserreserve blieb vorerst aus. Ob zukünftige Regenfälle eine nachhaltige Trendwende bringen, bleibt abzuwarten.
Quelle: Agenturen



