Ein neuer Bericht von Greenpeace aus dem Jahr 2026 zeigt, dass Spanien im europäischen Vergleich schlecht beim Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln abschneidet. 61 % der Bevölkerung nutzen Busse oder Züge höchstens einmal im Monat, und 10 % (über 5 Millionen Menschen) haben gar keinen Zugang.
Der Bericht “Mobilität auf wackeligen Beinen” analysiert Verkehrsarmut in Europa und definiert sie als fehlende Möglichkeit, grundlegende Mobilitätsbedürfnisse wie Arbeit, Arztbesuche oder Einkäufe zu decken. Besonders auffällig ist, dass 10 % der Spanier vollständig auf das Auto angewiesen sind, fast doppelt so viel wie im europäischen Durchschnitt (6,5 %).
Dieser Wert stieg zwischen 2018 und 2024 sogar noch. Greenpeace kritisiert, dass Menschen auf Grundbedürfnisse verzichten müssen, um sich ein Auto leisten zu können, was sowohl den Geldbeutel als auch das Klima belastet. Besonders betroffen sind ländliche Gebiete, wo der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln achtmal schlechter ist als in Städten.
Dies wird auf mangelhafte Raumplanung und steigende Wohnungsprobleme zurückgeführt. Viele Erwerbstätige (fast 10 %) pendeln täglich über eine Stunde zur Arbeit, was über dem europäischen Durchschnitt liegt. Haushalte mit niedrigem Einkommen geben einen überproportional hohen Anteil ihres Budgets für Verkehr aus, was den öffentlichen Nahverkehr für Geringverdiener weniger zugänglich macht.
Die Regierung versucht mit einem neuen nationalen Abonnement gegenzusteuern, aber Greenpeace betont, dass noch viel zu tun ist. Europaweit nutzen viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel nicht regelmäßig, und die Energiekrise sowie Inflation verschärfen die Situation. Spanien schneidet bei Barrierefreiheit und Sicherheit besser ab, aber das ist kein Trost für die Millionen ohne Zugang.
Quelle: Agenturen





