Zwischen 2019 und 2024 haben Migranten verhindert, dass fünf spanische Regionen einen Rückgang der erwerbstätigen Bevölkerung verzeichneten. Dabei handelt es sich um Asturien, Kastilien und León, Galicien, La Rioja und Extremadura. Ohne diese neuen Arbeitskräfte wären diese Regionen aufgrund der Überalterung und der Abwanderung junger Menschen erheblich geschrumpft.
Eine Studie von Funcas zeigt, dass die Migration in vier dieser Regionen sogar zu einem Wachstum geführt hat. In Asturien stieg die Erwerbsbevölkerung um 2 Prozent, in Galicien um 2 Prozent, in Kastilien und León um 1 Prozent und in La Rioja um 4 Prozent. Nur in Extremadura war weiterhin ein leichter Rückgang zu verzeichnen, der jedoch dank der Migranten begrenzt blieb.
Die Forscher betonen, dass die Migration nicht der einzige Grund für diese positiven Zahlen ist. Auch eine wachsende Wirtschaft, eine steigende Nachfrage nach Arbeitskräften und Branchen wie Tourismus und Bauwesen haben eine wichtige Rolle gespielt. Dennoch scheint der Zustrom von Arbeitnehmern aus dem Ausland oft den Ausschlag zu geben.
Umfrage zum monatlichen Gewinnspiel auf mallorca-services.es - Schon mitgemacht?In größeren Regionen wie Madrid, Katalonien und der Region Valencia wuchs die Erwerbsbevölkerung ebenfalls, aber dort waren mehrere Faktoren gleichzeitig ausschlaggebend. Die Migration bleibt jedoch einer der stärksten Motoren für den Arbeitsmarkt.
Dennoch warnt Funcas, dass diese Entwicklung nicht selbstverständlich bleibt. In den kommenden Jahren wird die Zahl der neuen Erwerbstätigen aufgrund von Problemen auf dem Wohnungsmarkt sinken. Die hohen Preise und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum machen es Migranten schwer, sich niederzulassen und zu bleiben.
Den Forschern zufolge muss Spanien diesen Trend ernst nehmen. Ohne einen stabilen Zustrom neuer Arbeitnehmer könnte das Land langfristig zu wenig Arbeitskräfte haben, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.
Quelle: Agenturen




