Das malaysische Unternehmen Karex, der weltweit größte Hersteller von Kondomen, kündigte am Donnerstag (23.04.2026) eine Preiserhöhung von bis zu 30 % für diese Kondome an, bedingt durch den Krieg im Iran und die Handelsunterbrechungen in der Straße von Hormus, die zu einem Anstieg der Produktionskosten geführt haben.
In einer Erklärung gegenüber EFE bestätigte der Geschäftsführer von Karex, Goh Miah Kiat, dass das Unternehmen „die Preise mit den meisten seiner Kunden angepasst und Preiserhöhungen von bis zu 30 % für Kondome, Gleitmittel, Katheterhüllen und Katheter eingeführt hat“.
„Diese Kostenweitergabe an den Kunden ist aufgrund der anhaltenden Instabilität bei der Rohstoffversorgung, der logistischen Unterbrechungen und der gestiegenen Produktionskosten unvermeidlich“, erklärte er.
In diesem Zusammenhang sagte er, dass Rohstoffe wie Nitril-Latex, ein Erdölderivat, in den letzten Wochen aufgrund von Unterbrechungen in der Straße von Hormus, durch die ein Großteil des weltweiten Handels fließt, darunter etwa ein Drittel des auf dem Seeweg transportierten Erdöls, um mehr als 100 % im Preis gestiegen sind. Andere Rohstoffe wie Silikonöl und Aluminiumfolienverpackungen seien in den letzten Tagen um 20 bis 30 % teurer geworden, während einige Materialien für Gleitmittel mittlerweile 120 % teurer seien als vor dem Krieg.
„Wir haben weiterhin längere Lieferzeiten seitens der Lieferanten, eine höhere Preisschwankung und höhere Frachtkosten“, fuhr der Geschäftsführer fort und gab bekannt, dass das Unternehmen seine Vorratshaltung an Rohstoffen erhöht habe, um die Kontinuität der Produktion zu gewährleisten.
Zudem warnte er, dass eine Fortsetzung des Krieges zu weiteren Preisanpassungen führen würde. Er stellte jedoch klar, dass die Entscheidung, den aktuellen oder zukünftigen Anstieg im Verkaufspreis widerzuspiegeln, von den Kunden von Karex und den Einzelhändlern abhänge. Karex stellt rund 20 % der weltweit produzierten Kondome her und beliefert beliebte Marken wie Durex und Trojan.
Gleichzeitig ist das Unternehmen der größte Lieferant für humanitäre Hilfsprogramme der Vereinten Nationen (UN) und deren HIV-Präventionsprogramme in Afrika und Asien. Das Unternehmen plant laut Kiat eine Steigerung seiner Produktion, um ein Wachstum der weltweiten Nachfrage um 30 % abzudecken.
Quelle: Agenturen





