Die Pläne für den Bau des Photovoltaikparks PFV Son Careló in Alcúdia auf Mallorca wurden von der Regionalregierung auf Eis gelegt. Das Projekt, initiiert von Alcanada Energy, sollte auf einer Fläche von 13.926 m² an der Straße nach Alcanada entstehen und hätte 3.120 Solarmodule mit einer Spitzenleistung von 2.090.400 Wp umfasst.
Die Entscheidung der Behörde basiert auf mehreren gewichtigen Argumenten. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Umwelt: Der geplante Solarpark hätte zum Verlust an Waldfläche und Biodiversität geführt, wichtige Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse beeinträchtigt und das Landschaftsbild nachhaltig verändert.
Die Generaldirektion für Stadtplanungsharmonisierung und Umweltbewertung hebt zudem hervor, dass die Stadtverwaltung von Alcúdia selbst das Projekt ablehnte. Sie argumentierte, dass der Eingriff einen unnötigen Flächenverbrauch in einer besonders schützenswerten Naturlandschaft bedeute und alternative Standorte mit geringeren Auswirkungen nicht ausreichend geprüft wurden.
Die Umweltkommission legte nach und gab eine negative Umweltverträglichkeitserklärung ab. Aus ihrer Sicht steht das Vorhaben im Widerspruch zur Erhaltung der natürlichen Werte der Umgebung. Dieses Urteil macht deutlich, dass erneuerbare Energien zwar zentral für die Energiewende sind, ihre Umsetzung jedoch nicht um jeden Preis erfolgen kann.
Das Beispiel Alcúdia zeigt, wie sorgfältig die Interessen von Ökologie, Energiebedarf und Landschaftsschutz abgewogen werden müssen. Der Diskurs um nachhaltige Energieprojekte bleibt damit lebendig – und erinnert daran, dass auch grüne Technologien verantwortungsvoll in sensiblen Landschaften eingesetzt werden sollten.
Quelle: Agenturen



