Um die Belästigung der Anwohner zu verringern und den historischen Charakter der Stadt zu bewahren, hat ein beliebtes Reiseziel in Europa Touristen gebeten, keine Rollkoffer mehr durch die Straßen der Altstadt zu ziehen. Diese Maßnahme wurde aufgrund von Beschwerden der Anwohner über die Geräusche, die Koffer auf den gepflasterten Straßen verursachen, ergriffen.
Spanien ist nach Frankreich das europäische Land mit den höchsten Besucherzahlen aus dem Ausland. Immer mehr Touristen reisen mit Rollkoffern, was unter anderem mit dem Aufkommen von Billigfluggesellschaften zusammenhängt. Die Zunahme von Übernachtungen in touristischen Unterkünften wie Hotels und Apartments hat zu einem Anstieg der Anzahl von Rollkoffern auf den Straßen geführt. Obwohl Spanien noch kein Verbot für Rollkoffer hat, wird dies in bestimmten europäischen Städten ernsthaft in Betracht gezogen.
Im Jahr 2025 begrüßte Dubrovnik in Kroatien etwa 1,35 Millionen Touristen. Obwohl der Tourismus eine wichtige wirtschaftliche Grundlage für die Stadt darstellt, bringt der große Zustrom von Besuchern Probleme in Bezug auf Infrastruktur und Lebensqualität mit sich. Die engen, mit Kopfsteinpflaster gepflasterten Straßen verstärken das Geräusch rollender Koffer, was von vielen Einwohnern als störend empfunden wird.
Als Reaktion darauf hat die Stadt die Initiative „Respect the City“ ins Leben gerufen. Dieses Programm ermutigt Touristen, ihre Koffer hochzuheben, anstatt sie über die Straßen zu rollen, um so die Lärmbelästigung zu verringern und die historischen Straßen vor Abnutzung zu schützen. Obwohl kein formelles Verbot erlassen wurde, werden Besucher dringend gebeten, diese Richtlinie aus Respekt vor der lokalen Gemeinschaft und dem Erbe der Stadt zu beachten.
Besucher von Dubrovnik werden dazu angehalten, sich ihrer Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft und die Umwelt bewusst zu sein. Durch einfache Anpassungen, wie das Tragen von Koffern anstatt sie zu rollen, können Touristen dazu beitragen, den Charme und die Lebensqualität dieser historischen Stadt zu erhalten.
Der Erfolg dieser und anderer Maßnahmen hängt von der Bereitschaft sowohl der Touristen als auch der Einwohner ab, gemeinsam an einer nachhaltigeren Zukunft für Dubrovnik zu arbeiten. Die Stadt beobachtet weiterhin, wie diese Initiativen aufgenommen werden, und ist offen für weitere Anpassungen, um ein harmonisches Verhältnis zwischen Tourismus und städtischem Leben zu gewährleisten.
Quelle: Agenturen





