Russischer Cyberangriff auf TIB

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Die Website des öffentlichen Nahverkehrs auf Mallorca, die TIB-Plattform, wurde kürzlich Ziel eines Cyberangriffs, der von einer mutmaßlich pro-russischen Hackergruppe verübt wurde.

Wie die Regierung der Balearen mitteilte, handelte es sich bei dem Vorfall um einen sogenannten Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriff. Bei dieser Art von Angriff wird eine Website mit einer enormen Menge an Datenverkehr überflutet, mit dem Ziel, ihre Server zu überlasten und sie dadurch temporär unerreichbar zu machen.  

Laut offiziellen Angaben belief sich die Dauer der tatsächlichen Unterbrechung des Dienstes auf lediglich drei Sekunden. Die automatischen Sicherheitssysteme der TIB griffen jedoch umgehend ein, wodurch die Funktionalität der Website schnell wiederhergestellt werden konnte.  

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Ein besonders wichtiger Aspekt ist, dass nach aktuellem Kenntnisstand keine Daten kompromittiert wurden. Die Regierung der Balearen betonte ausdrücklich, dass es weder zu einem Diebstahl von Daten gekommen ist, noch Versuche unternommen wurden, tiefer in das System einzudringen. Der Fokus des Angriffs lag offenbar ausschließlich darauf, die Website kurzzeitig lahmzulegen.

Die Behörden bezeichneten den Vorfall als „glücklicherweise begrenzt“, was vor allem dem schnellen Eingreifen des Erkennungssystems zu verdanken sei.  Die Verantwortung für den Angriff wurde von der pro-russischen Gruppierung NoName057(16) über den Nachrichtendienst Telegram übernommen.

Diese Gruppe beansprucht regelmäßig die Urheberschaft für Cyberattacken auf Websites in europäischen Ländern, die sie aufgrund ihrer Haltung im Ukraine-Krieg als Gegner des Kremls betrachtet. Experten für Cybersicherheit vermuten, dass der Angriff auf die TIB-Website Teil einer umfassenderen Kampagne gegen die spanische Infrastruktur war, die bereits Ende November begann.  

Die TIB-Website stellt eine zentrale Informationsquelle für Einwohner und Touristen Mallorcas dar. Über die Plattform können Fahrpläne, Tarife und Routen abgerufen werden. Zudem dient sie zur Vereinbarung von Terminen für die Beantragung der neuen ÖPNV-Karte.  

Obwohl die Auswirkungen des Angriffs auf wenige Sekunden begrenzt waren, verdeutlicht der Vorfall die Anfälligkeit öffentlicher Dienste gegenüber gezielten digitalen Störkampagnen. Es unterstreicht die Notwendigkeit kontinuierlicher Investitionen in die Cybersicherheit, um die Stabilität und Verfügbarkeit wichtiger Infrastrukturen zu gewährleisten.

Quelle: Agenturen