Wer in den letzten Wochen Einkäufe getätigt hat, hat es wahrscheinlich schon bemerkt: Obst und Gemüse sind teurer und manchmal weniger gut erhältlich. Vor allem Produkte aus Spanien, wie Erdbeeren, Paprika und Zucchini, sind im Preis gestiegen. Das spürt man direkt im Geldbeutel.
Der Hauptgrund dafür ist das schlechte Wetter in Spanien. Durch anhaltenden Regen, Stürme und zuvor auch Perioden der Trockenheit sind die Ernten ausgefallen. Die Erzeuger müssen mit geringeren Erträgen rechnen, während ihre Kosten hoch bleiben. Ein geringeres Angebot bedeutet automatisch höhere Preise im Supermarkt.
Besonders auffällig ist dies bei Erdbeeren. Spanien ist in dieser Zeit einer der größten Lieferanten von Erdbeeren in Europa. Wenn es dort Probleme mit der Ernte gibt, macht sich das in Ländern wie den Deutschland sofort bemerkbar. Supermärkte zahlen mehr für den Einkauf und geben diese Kosten an Sie weiter.
Aber nicht nur Spanien hat es schwer. Auch in den Nachbarländern Portugal und Marokko hat schlechtes Wetter zu Problemen geführt. Diese Länder liefern ebenfalls viel Obst und Gemüse auf den europäischen Markt. Durch Regen, Überschwemmungen und ungünstige Temperaturen sind auch dort die Ernten geringer ausgefallen. Dadurch ist das Angebot aus mehreren Ländern gleichzeitig begrenzt.
Die Folge ist, dass Produkte wie Tomaten, Paprika, Gurken und Erdbeeren knapper sind. In einigen Geschäften sind die Regale schneller leer oder es gibt weniger Auswahl als gewohnt. Das führt zu höheren Preisen und manchmal auch zu Frustration bei den Kunden.
Neben dem Wetter spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Dazu gehören steigende Kosten für Energie, Transport und Arbeit. Erzeuger in Spanien, Portugal und Marokko müssen mehr bezahlen, um ihre Produkte anzubauen und in andere Länder zu transportieren. Diese höheren Kosten schlagen sich letztendlich auf den Preisschildern im Supermarkt nieder.
Es ist zu erwarten, dass die Preise vorerst nicht stark sinken werden. Solange die Wetterbedingungen instabil bleiben und mehrere Erzeugerländer gleichzeitig Probleme haben, bleibt das Angebot begrenzt. Erst wenn sich die Ernten erholen und das Angebot steigt, kann wieder ein gewisser Preisdruck entstehen.
Für den Verbraucher bedeutet dies, dass es sinnvoll sein kann, häufiger saisonale Produkte aus heimischem Anbau oder Alternativen zu wählen, die weniger von Südeuropa und Nordafrika abhängig sind. So können Sie sich weiterhin abwechslungsreich ernähren, ohne dass Ihre Lebensmittelrechnung zu schnell in die Höhe schnellt.
Quelle: Agenturen





