Die steigenden Kosten für die Anmietung von Reisebussen stellen viele Bildungseinrichtungen auf den Balearen vor erhebliche Herausforderungen. Berichten zufolge führen die hohe touristische Nachfrage und die finanzielle Belastung der Familien durch die gestiegenen Ausflugskosten zu Absagen von Schulausflügen.
Als mögliche Lösung wird das in Katalonien etablierte Modell der „Motxilles escolars“ (Schulrucksäcke) in Betracht gezogen, um zu verhindern, dass Schüler aus einkommensschwachen Familien von Ausflügen ausgeschlossen werden.
Dieses Modell sieht vor, dass die Regierung Schulen und Gymnasien finanzielle Mittel für Schüler mit nachgewiesenem sozioökonomischem Bedarf zuweist, um sicherzustellen, dass die Gelder vor der Aktivität zur Verfügung stehen.
Der Fokus liegt auf der frühzeitigen Identifizierung bedürftiger Schüler durch die Bildungsbehörden, sodass die Schulen bei der Planung ihrer Ausflüge die verfügbaren Mittel kennen. Die Gelder sind zweckgebunden für „ergänzende Aktivitäten“, um die Teilnahme aller Schüler zu gewährleisten, ohne das Familienbudget zu belasten.
Dieses System vermeidet die übliche Bürokratie von Stipendien, da die Schule als einziger Ansprechpartner fungiert und die Kosten für Busmiete, Eintrittskarten oder Unterkünfte übernimmt. Für die Familien ist der Prozess transparent und kostenlos, wodurch Stigmatisierung vermieden wird.
Angesichts steigender Preise, die durch den Krieg im Nahen Osten weiter angetrieben werden, könnte dieses Modell hilfreich sein. Busunternehmen argumentieren mit gestiegenen Lebenshaltungskosten, während Schulen ihnen vorwerfen, Touristen zu bevorzugen. Bildungsgewerkschaften fordern angesichts der Preissteigerungen eine Finanzierung der Ausflüge.
David Javaloyas, Programmkoordinator des Parc Arqueològic del Puig de Sa Morisca, bedauert, dass benachteiligte Familien oft keinen Zugang zu kulturellen Einrichtungen haben und solche Erfahrungen selten machen. Es gibt weiterhin Beschwerden von Schulen über Ausfälle von Besuchen.
Quelle: Agenturen





