Spanien investiert in 5G-Ausbau für ländliche Gebiete

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Die spanische Regierung stellt 17,9 Millionen Euro bereit, um in abgelegenen Dörfern ohne jegliche 4G-Abdeckung direkt die modernste 5G-Technologie einzuführen. Dieses ambitionierte Vorhaben zielt darauf ab, die digitale Kluft zwischen urbanen Zentren und ländlichen Regionen zu überbrücken und gleichzeitig den Schritt über eine 4G-Zwischenstufe zu überspringen.

Die Fördermittel stammen größtenteils aus dem europäischen Programm „Plurirregional España FEDER 2021–2027“, ergänzt durch staatliche Mittel. Telekommunikationsanbieter wie Movistar, Orange, Vodafone und Digi können sich beteiligen, sofern sie die technischen und finanziellen Voraussetzungen erfüllen. Dabei sollen nicht nur einzelne Sendemasten ergänzt werden, sondern eine vollständige Einführung von 5G Stand Alone (5G SA) erfolgen – eine fortschrittliche Netzarchitektur, die ohne bestehende 4G-Infrastruktur auskommt und echte 5G-Geschwindigkeiten ermöglicht.

Gefördert werden ausschließlich sogenannte „weiße und graue Zonen“, also Orte ohne jegliche 4G- oder 5G-Versorgung und ohne Aussicht auf kommerzielle Netzabdeckung in den nächsten drei Jahren. Nach einer Überprüfung schloss das Ministerium bereits zahlreiche Gebiete aus, in denen sich die Versorgungssituation verbessert hat oder Förderungen bereits erfolgten. Übrig bleiben nur die am stärksten isolierten und bislang unterversorgten Regionen.

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Die 17,9 Millionen Euro sind Teil einer größeren Investitionsoffensive: Seit 2021 flossen bereits über 1,4 Milliarden Euro in den Ausbau der Netzabdeckung im ländlichen Raum. Dennoch zeigt sich, dass der digitale Fortschritt regional sehr unterschiedlich verläuft – während Großstädte wie Madrid und Barcelona flächendeckend 5G nutzen, bleiben viele Dörfer noch immer ohne Mobilfunkempfang.

Für Bewohner entlegener Gebiete bedeutet das, dass der Zugang zu modernster Mobilfunktechnik noch einige Jahre dauern kann. Doch mit der gezielten Förderung von 5G SA setzt Spanien ein starkes Zeichen, um die digitale Spaltung zu verringern und die ländlichen Regionen für die Zukunft zu rüsten.

Quelle: Agenturen