Spanien soll mehr lesen (lernen)

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Das spanische Kulturministerium startet einen ambitionierten Nationalen Plan zur Leseförderung, der mit fast 83 Millionen Euro über vier Jahre verteilt wird. Ziel ist es, das Lesen in allen Regionen Spaniens zu stärken und insbesondere jene Menschen zu erreichen, die bislang nur schwer Zugang zu Büchern haben.

Im Fokus stehen hundert gezielte Maßnahmen, die benachteiligte Gruppen, entvölkerte Dörfer, Pflegeeinrichtungen und sogar Gefängnisse einschließen. Besonders wichtig ist die Überwindung der Ungleichheit beim Buchzugang: Durch den Ausbau mobiler Bibliotheksdienste, zum Beispiel den bibliobús, und die Unterstützung öffentlicher Bibliotheken sollen auch abgelegene Orte versorgt werden. So erhalten selbst kleinste Dörfer Zugang zu Büchern, die dort einen großen Unterschied machen können.

Ein innovativer Aspekt des Plans ist die Kooperation mit dem Gesundheitswesen. Bücher sollen in Gesundheitszentren und Pflegeeinrichtungen eingeführt werden, um das Lesen schon in der frühen Kindheit zu fördern und gleichzeitig das emotionale Wohlbefinden zu unterstützen. Studien zeigen, dass Lesen Stress reduziert, die Konzentration verbessert und die Empathie stärkt – ein Vorteil gerade für ältere Menschen.

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Darüber hinaus wird in die Modernisierung von Bibliotheken und Buchhandlungen investiert, mit Fokus auf digitale Dienste und nachhaltige Gebäude. Die Förderung umfasst auch die Unterstützung von Literatur in allen Sprachen Spaniens, einschließlich Übersetzungen, Autoren und Verlagen.

Mit diesem umfassenden Plan will Spanien das in den letzten Jahren gestiegene Interesse am Lesen erhalten und weiter ausbauen. Für Millionen Menschen ist ein Buch weit mehr als nur ein Zeitvertreib: Es ist eine Quelle von Gesellschaft, Wissen und innerer Ruhe.

Quelle: Agenturen