Spanien hat sich gemeinsam mit Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Uruguay offen von der jüngsten Militäraktion der Vereinigten Staaten in Venezuela distanziert. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen die sechs Länder die Anwendung von Gewalt und rufen zu Dialog und Achtung des Völkerrechts auf.
Nach Ansicht der Länder stellt die US-Intervention eine klare Verletzung der Souveränität Venezuelas dar. Sie betonen, dass Konflikte nicht mit militärischen Mitteln gelöst werden dürfen, schon gar nicht ohne die Zustimmung internationaler Organisationen wie der Vereinten Nationen. Der Einsatz von Gewalt würde die Spannungen in der Region nur weiter verschärfen.
Die sechs Regierungen erklären, dass Venezuela ein Gebiet des Friedens bleiben muss. Sie warnen davor, dass ausländische Einmischung einen gefährlichen Präzedenzfall für andere Länder in Lateinamerika schaffen könnte. Deshalb plädieren sie für politische Lösungen und Gespräche zwischen den Venezolanern untereinander, ohne Druck von außen.
Auch die spanische Regierung unter Premierminister Pedro Sánchez äußerte sich sehr besorgt über die Lage. Spanien ist der Ansicht, dass die Krise in Venezuela nur auf diplomatischem Wege gelöst werden kann, und ruft alle beteiligten Parteien dazu auf, eine Eskalation zu verhindern.
Die Erklärung ist Teil einer breiteren internationalen Reaktion, in der mehrere Länder die Maßnahmen der USA in Frage stellen. Viele Regierungen befürchten, dass die militärische Intervention zu mehr Instabilität in einer Region führen könnte, die seit Jahren mit politischen und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat.
Mit ihrer gemeinsamen Stellungnahme wollen Spanien und die fünf lateinamerikanischen Länder deutlich machen, dass sie weiterhin auf Dialog, Achtung der Grenzen und friedliche Lösungen setzen. Ihrer Meinung nach ist dies der einzige Weg, um eine dauerhafte Lösung für Venezuela zu finden.
Quelle: Agenturen





