Immer mehr Menschen in Spanien entscheiden sich dafür, Secondhand-Artikel zu kaufen. Jüngsten Zahlen zufolge kaufen mittlerweile 75 Prozent der Spanier gelegentlich gebrauchte Waren. Damit ist der Kauf von Secondhand-Artikeln längst keine Ausnahme mehr, sondern eine feste Gewohnheit im Alltag.
Im Durchschnitt geben Spanier 167 Euro pro Jahr für Secondhand-Artikel aus. Dieser Betrag mag nicht sehr hoch erscheinen, aber insgesamt handelt es sich um einen riesigen Markt, der jedes Jahr weiter wächst. Vor allem in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten suchen viele Menschen nach Möglichkeiten, Geld zu sparen.
Kleidung ist mit Abstand die beliebteste Kategorie auf dem Secondhand-Markt. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nutzen Plattformen und Apps, um Kleidung zu kaufen und zu verkaufen. Aber auch Möbel, Elektronik und Bücher werden immer häufiger gebraucht gekauft.
Neben finanziellen Gründen spielt auch die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Viele Käufer geben an, dass sie bewusster mit der Umwelt umgehen möchten. Indem Produkten ein zweites Leben geschenkt wird, wird die Abfallmenge reduziert und der Bedarf an neuer Produktion sinkt. Diese Idee spricht vor allem die jüngeren Generationen stark an.
Online-Plattformen haben das Wachstum des Secondhand-Marktes erheblich beschleunigt. Über spezielle Apps und Websites kann man Produkte einfach suchen, vergleichen und direkt von Privatpersonen kaufen. Das macht den Prozess schnell und für jedermann zugänglich.
Dennoch sind nicht alle vollständig überzeugt. Einige Verbraucher haben Bedenken hinsichtlich der Garantien oder des Zustands der Produkte. Trotz dieser Zweifel wächst das Vertrauen in Secondhand-Käufe weiter und dieser Trend scheint vorerst nicht aufzuhalten zu sein.
Die Zahlen zeigen deutlich, dass Secondhand-Käufe in Spanien nicht länger ein vorübergehender Trend sind, sondern eine strukturelle Veränderung im Kaufverhalten darstellen. Ob es nun um Sparsamkeit oder Nachhaltigkeit geht, immer mehr Menschen entdecken die Vorteile gebrauchter Produkte.
Quelle: Agenturen





