Die Spanier haben 2025 erneut weniger traditionelles Fernsehen geschaut. Zum ersten Mal liegt die durchschnittliche Sehdauer unter drei Stunden pro Tag. Nach neuen Zahlen beträgt der Tagesdurchschnitt 161 Minuten pro Person. Das ist ein neuer Tiefstand und bestätigt, dass das lineare Fernsehen immer mehr an Boden verliert.
Der Rückgang ist deutlich, wenn man die letzten Jahre betrachtet. Im Vergleich zu 2024 schauen die Menschen täglich zehn Minuten weniger Fernsehen. Der Kontrast zu 2012 ist groß. Damals lag die durchschnittliche Sehdauer noch bei 246 Minuten pro Tag. Seitdem ist fast jedes Jahr ein Rückgang zu verzeichnen.
Eine auffällige Folge dieses Trends ist, dass der traditionelle Fernsehzuschauer immer älter wird. Im Jahr 2025 liegt das Durchschnittsalter der Zuschauer bei 58 Jahren, dem höchsten jemals gemessenen Wert. Jüngere Generationen schalten immer häufiger ab und entscheiden sich für andere Formen der Unterhaltung.
Gleichzeitig wird das Fernsehen immer häufiger für andere Aktivitäten als das Anschauen herkömmlicher Fernsehsender genutzt. Dazu gehören Streaming-Dienste, Videos über das Internet oder das Hören von Radio. Dafür verwenden die Menschen durchschnittlich 53 Minuten pro Tag. Die Nutzer dieser Funktionen sind mit einem Durchschnittsalter von 43 Jahren deutlich jünger.
Was die Sender betrifft, bleibt Antena 3 der größte Sender Spaniens. Der Sender steht bereits seit vier Jahren in Folge an der Spitze. La 1 folgt mit geringem Abstand, während Telecinco weiter an Boden verliert und auf dem dritten Platz bleibt. Pay-TV hingegen läuft besser denn je und erreicht einen Rekordanteil.
Streaming-Dienste wachsen unterdessen weiter. Netflix und Prime Video sind am beliebtesten und in mehr als der Hälfte der spanischen Haushalte vertreten. Damit wird immer deutlicher, dass die Zukunft des Fernsehens für viele Menschen nicht mehr an feste Sendezeiten gebunden ist.
Quelle: Agenturen





