Immer mehr Spanier entscheiden sich zunehmend für Eigenmarkenprodukte beim Lebensmitteleinkauf – ein Trend, der weit über den Preisvorteil hinausgeht und das Vertrauen in Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis widerspiegelt. Was einst als sparsame Alternative galt, ist heute eine bewusste und populäre Entscheidung.
Eine Studie der EAE Business School zeigt, dass inzwischen ein Drittel der Spanier häufiger zu Eigenmarken greift als noch vor einem Jahr. Das Sortiment ist beeindruckend vielfältig: Von Reinigungs- und Pflegeprodukten über Fertiggerichte und Snacks bis zu Milch, Fleisch, Brot und Hülsenfrüchten. Eigenmarken machen laut der Marktforschung von NIQ bereits 54 Prozent des Umsatzes im spanischen Lebensmitteleinzelhandel aus und sind im Durchschnitt 22 Prozent günstiger als Markenprodukte.
Die Kombination aus günstigem Preis und wachsendem Vertrauen in die Qualität zeigt sich deutlich: 70 Prozent der Befragten sind mit den Eigenmarken zufrieden und halten deren Qualität für gut. Fast die Hälfte der Einkäufe in spanischen Haushalten entfallen mittlerweile auf Eigenmarken – ein eindeutiges Zeichen für den Wandel im Konsumverhalten.
Spanien ist kein Einzelfall: In ganz Europa steigt der Umsatz mit Eigenmarken kontinuierlich. Der Gesamtmarkt für Eigenmarken in siebzehn europäischen Ländern betrug 2024 rund 352 Milliarden Euro, mit einem Marktanteil von durchschnittlich 38,1 Prozent. In Ländern wie Spanien, der Schweiz, Großbritannien und Deutschland liegt dieser Anteil sogar über 45 Prozent.
Unter den Supermarktketten ist Mercadona der klare Spitzenreiter mit einem Anteil von fast 50 Prozent am Eigenmarkenumsatz in Spanien, gefolgt von Lidl, Carrefour und DIA. Innerhalb der Ketten steigt der Anteil der Eigenmarken am Umsatz kontinuierlich, was die zunehmende Bedeutung dieser Produkte unterstreicht.
Eigenmarken sind in Spanien heute keine Notlösung mehr, sondern eine bewusste Wahl, die Qualität, Vertrauen und Preis-Leistungs-Verhältnis verbindet. Dieser Trend spiegelt sich nicht nur in Spanien, sondern europaweit wider und wird von großen Handelsketten aktiv vorangetrieben. Damit prägt die Eigenmarke zunehmend das Bild des modernen Einzelhandels.
Quelle: Agenturen





