Die Feiertage stehen vor der Tür und für viele Menschen bedeutet das Gemütlichkeit, Geschenke und gutes Essen. Für die Supermarktangestellten in Madrid gilt dies jedoch nicht. Sie haben nämlich beschlossen, während der arbeitsreichsten Zeit des Jahres, am 23., 24., 30. und 31. Dezember, zu streiken. Dieser Streik wurde von der Gewerkschaft UGT als Reaktion auf den Stillstand der Tarifverhandlungen organisiert.
Die UGT hat vier Tage lang mehrere Supermarktketten und Einkaufszentren in der Region Madrid bestreikt, darunter Carrefour, Alcampo und mehrere andere Ketten, jedoch nicht Mercadona, Lidl oder ALDI. Der Streik ist eine Reaktion auf die mangelnden Fortschritte bei den Tarifverhandlungen. Die Beschäftigten des Prado-Museums schlossen sich dem Streik ebenfalls an, beschlossen jedoch, ihren Streik während der Feiertage am 6. und 8. Dezember auszusetzen.
Der Streik folgt auf monatelange erfolglose Versuche der UGT, die Verhandlungen über den Tarifvertrag für die Lebensmittelbranche in Madrid zu blockieren. Über diesen Vertrag wird seit September letzten Jahres verhandelt, aber eine Einigung konnte noch immer nicht erzielt werden. Ziel der UGT war es, die Löhne von Hilfskräften, Regalarbeitern, Verkäufern und Reinigungskräften, die weniger als den Mindestlohn verdienen, anzuheben.
Die Supermarktmitarbeiter in Madrid verdienen im Durchschnitt weniger als den Mindestlohn. Dies ist hauptsächlich auf die vielen befristeten Verträge und die niedrigen Löhne für bestimmte Tätigkeiten zurückzuführen. So verdienen beispielsweise Verkäufer und Regaleinräumer oft nicht mehr als 7 € pro Stunde, während der gesetzliche Mindestlohn in Spanien 9,03 € pro Stunde beträgt. Außerdem haben viele Beschäftigte befristete Verträge, so dass sie keine Arbeitsplatz- und Einkommenssicherheit haben.
Es wird erwartet, dass dieser Streik erhebliche Auswirkungen auf Supermärkte und Einkaufszentren in Madrid haben wird. In der Hauptreisezeit werden viele Kunden enttäuscht sein, da die Geschäfte geschlossen sein werden. Dies kann auch zu Umsatzeinbußen für die Unternehmen führen. Darüber hinaus werden die Arbeitnehmer, die zur Arbeit gehen, durch die großen Menschenmengen und die langen Arbeitstage zusätzlich belastet.
Die UGT hofft auf die Solidarität der anderen Gewerkschaften und der Arbeitnehmer in der Region. Sie ruft sie dazu auf, sich dem Streik anzuschließen, um ihre Unterstützung für die Mitarbeiter der Supermärkte zu zeigen. Sie rufen auch die Arbeitgeber auf, noch ein gutes Angebot vorzulegen, um den Streik zu vermeiden.
Zum Glück gibt es für die Verbraucher, die trotzdem ihre Weihnachtseinkäufe erledigen wollen, Alternativen. Es gibt zum Beispiel Ketten, die geöffnet bleiben, und zahlreiche Online-Supermärkte, bei denen Lebensmittel bestellt und nach Hause geliefert werden können. Es gibt auch kleine lokale Geschäfte, die geöffnet sind. Außerdem ist es möglich, in umliegenden Städten oder Dörfern einzukaufen, in denen nicht gestreikt wird.
Quelle: Agenturen




