Eine Fahrerin des öffentlichen Busnetzes von Mallorca (TIB) hat bei der Guardia Civil Anzeige gegen einen streitsüchtigen Nutzer erstattet, der sie dem Schreiben zufolge mehrfach beleidigt und vor einigen Tagen den Bus eine halbe Stunde lang mit einem Kinderwagen blockiert hat. Die Gewerkschaft Sindicato Autónomo de Transportes de les Illes (SATI) schloss sich der Beschwerde an und teilte in einer Erklärung mit, dass „diese Art von Situationen immer häufiger vorkommt“ und forderte von der Conselleria mehr Sicherheit.
In der Beschwerde erklärt die Fahrerin, dass sie bereits mehrere Vorfälle mit diesem Fahrgast hatte, bei denen es zu Anschreien und Beleidigungen sowie zu einem Schubser gegenüber einem anderen Kollegen kam. Im November beschloss die Fahrerin aus Angst vor dem Mann, ihm die Tür nicht zu öffnen, da ihr Vorgesetzter ihr sagte, dass sie keine störenden Personen einlassen könne. Die Fahrerin rief schließlich die Guardia Civil und die örtliche Polizei an, die die Person identifizierten und dem Bus erlaubten, seine Fahrt fortzusetzen.
Am 4. Januar beschloss die Frau an der Haltestelle Inca erneut, diesem Benutzer die Tür nicht zu öffnen. Dieser reagierte „mit aggressivem Verhalten“ und stellte den Kinderwagen ihrer Tochter hinter den Bus, während er sich mit dem Kind auf dem Arm davor stellte. Die Fahrerin gibt in der Beschwerde an, dass der Nutzer „sehr aggressiv“ sei und dass sie Angst habe, allein zu sein. SATI behauptet, dass diese Art von Vorfällen seit Beginn der neuen TIB-Konzessionen zugenommen hat, und bringt dies mit „Verspätungen im Service und der unzureichenden Anzahl von Sitzplätzen in den Fahrzeugen“ in Verbindung.
Die Gewerkschaft beklagte die Tatsache, dass die Fahrer „ihren eigenen Weg finden“ müssen, um diese Situationen zu lösen, da dies „sehr viel Stress erzeugt“. Außerdem werden andere Nutzer durch Verzögerungen ernsthaft geschädigt“. SATI hat ein Schreiben an die Conselleria gerichtet, in dem sie fordert, dass Protokolle erstellt werden, damit die Fahrer solche Vorfälle melden können, und dass die Regierung Maßnahmen ergreift, „wie den Entzug der Intermodal Card von diesen Nutzern und in den schwerwiegendsten Fällen sogar rechtliche Schritte einleitet, um sie dauerhaft vom Dienst auszuschließen“.
Quelle: Agenturen





