Tieradoption in Spanien: Katzen auf dem Vormarsch

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Die Lage der Haustieradoptionen in Spanien wandelt sich. Während die Gesamtadoptionen von Hunden und Katzen im Jahr 2025 mit 120.000 Fällen einen Fünfjahrestiefstand erreicht haben, verändert sich das Gleichgewicht zwischen den beiden beliebtesten Haustierarten: Katzen holen rasant auf, Hunde hingegen verzeichnen einen deutlichen Rückgang.

Laut der jüngsten Studie “Él Nunca Lo Haría” der Fundación Affinity wurden insgesamt 285.000 Hunde und Katzen in spanische Tierheime aufgenommen. Dabei dominieren mit 169.000 Tieren weiterhin die Hunde vor den 116.000 Katzen. Doch während der Anteil der vermittelten Hunde um 18 Prozent sank und nur 72.000 ein neues Zuhause fanden, lag der Rückgang bei den Katzen lediglich bei 14 Prozent (48.000 Vermittlungen).

Die Gründe für die Zurückhaltung vieler potenzieller Adoptierende sind vielfältig: Ein Drittel der Interessierten springt ab, häufig wegen fehlender Wunschgröße oder strikter Adoptionsbedingungen. Dennoch verlaufen Neun von zehn Adoptionen erfolgreich. Schwieriger ist es für erwachsene Tiere: Sie verweilen oft mehr als ein Jahr im Tierheim, während Welpen meist schneller vermittelt werden.

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Katzen profitieren von aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen: Im urbanen Spanien passen sie wegen ihres geringeren Platzbedarfs und der fehlenden Gassipflicht besser zu kleineren Wohnungen und vollgepackten Alltagsroutinen. Während der Hund mit 7,5 Millionen registrierten Tieren noch immer Nummer eins ist, rücken die Katzen mit 5,6 Millionen näher auf – und in Regionen wie Katalonien wächst ihr Anteil deutlich.

Ob daraus tatsächlich ein grundlegender Wandel wird, bleibt abzuwarten. Doch klar ist: Die Tierheime stehen weiter unter Druck, und jede Adoption – ob Hund oder Katze – ist wichtiger denn je.

Quelle: Agenturen