Ein angekündigtes Treffen sogenannter Therians am Arc de Triomf in Barcelona hat weit weniger Menschen angezogen als zuvor erwartet. Über soziale Medien war zu einer Massenkundgebung im bekannten Park beim Denkmal aufgerufen worden, doch letztlich blieb die Beteiligung gering.
Therianer sind Menschen, die sich stark mit einem Tier verbunden fühlen und sich auf spiritueller oder persönlicher Ebene damit identifizieren. Auf Plattformen wie TikTok und Instagram teilen sie Videos, in denen sie beispielsweise Tiermasken tragen oder sich auf Händen und Füßen fortbewegen. Das geplante Treffen in Barcelona hatte zum Ziel, sich persönlich kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.
Der Aufruf sorgte online für viel Aufmerksamkeit und führte zu unterschiedlichen Reaktionen. Einige reagierten begeistert und kündigten ihre Teilnahme an. Andere äußerten Kritik oder machten Witze über das Phänomen. Es wurde sogar spekuliert, dass Hunderte von jungen Menschen zum Arc de Triomf kommen würden.
Tatsächlich blieb die Zahl der Anwesenden jedoch auf eine kleine Gruppe von Jugendlichen beschränkt. Laut lokalen Medien kamen nur einige Dutzend Teilnehmer. Die Atmosphäre blieb relativ ruhig, obwohl fünf Personen wegen Problemen von der Polizei abgeführt wurden. Außerdem kamen viele neugierige Passanten, um zu sehen, was genau los war.
Obwohl sich in Barcelona einige Dutzend Therians versammelten, blieb die Beteiligung in anderen spanischen Städten noch geringer. In Málaga, Bilbao und Zaragoza erschienen fast keine Teilnehmer. In Córdoba wurde die Versammlung sogar nach Drohungen gegen die Organisation abgesagt. In mehreren anderen Städten kamen vor allem neugierige Zuschauer, und es waren nur wenige echte Therians anwesend.
Der Unterschied zwischen den Online-Erwartungen und der tatsächlichen Teilnehmerzahl zeigt, wie schnell etwas in den sozialen Medien groß erscheinen kann. Was digital wie ein Massenereignis aussieht, erweist sich in der Praxis manchmal als viel kleiner. Dennoch betonen einige Teilnehmer, dass es ihnen vor allem darum ging, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer.
Ob es in Zukunft wieder ein solches Treffen in Barcelona geben wird, ist noch unklar. Vorläufig scheint dieses Treffen vor allem ein Beispiel dafür zu sein, dass Online-Hype nicht immer mit der Realität auf der Straße übereinstimmt.
Quelle: Agenturen





