Trumps jüngste Kehrtwende in der Ukraine-Politik

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Die Politik der Vereinigten Staaten gegenüber der Ukraine erlebt unter Präsident Donald Trump eine Phase beispielloser Volatilität. Zum dritten Mal seit seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus im Januar 2025 hat Trump seinen Kurs geändert. Diese jüngste Entscheidung, die Verantwortung für steigende Kraftstoffpreise dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj zuzuschreiben, fällt mitten in den hitzigen Vorwahlkampf für die anstehenden Kongresswahlen.

Trumps Versuch, Selenskyj als Sündenbock zu positionieren, markiert einen Wendepunkt: Während er einerseits verspricht, den Krieg in der Ukraine innerhalb von 24 Stunden zu beenden, isoliert er das Land diplomatisch und stellt europäische Verbündete vor neue Herausforderungen. Auf dem Washington-Besuch Selenskyjs offenbarten sich tiefe Brüche: Dankbarkeit und Machbarkeit prallten aufeinander, der Einfluss von Vizepräsident J.D. Vance verstärkte die Spannungen.

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Der anschließende Gipfel in Alaska, ähnlich den Treffen zwischen Reagan und Gorbatschow, brachte kurzfristig einen diplomatischen Erfolg für Putin, während Europa außen vor blieb. Die Bedingungen des Abkommens – etwa die Anerkennung der russischen Annexion der Krim – waren für Kiew inakzeptabel. Trumps spätere Entscheidung, gezielte Sanktionen auszusetzen und russischen Diesel zuzulassen, verstärkte das Bild eines Kurswechsels, der wirtschaftliche Interessen über politische Prinzipien stellt.

Ob dieser Richtungswechsel von Dauer ist, bleibt offen. Experten sehen darin eher einen weiteren Beweis für Trumps taktische Unbeständigkeit als für eine nachhaltige Strategie. Die kommende Kongresswahl am 3. November wird zum Lackmustest. Für die Ukraine und Europa bleibt Unsicherheit: Viel hängt vom Ausgang der Wahlen und Trumps Bereitschaft ab, wieder planbare Partner zu werden.

Quelle: Agenturen