Überfüllte spanische Wohnmobilstellplätze

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In Spanien steigt die Zahl der Wohnmobile und Wohnbusse nach vier Jahren des Rückgangs wieder an. Im Jahr 2024 wurden 6.459 neue Fahrzeuge zugelassen, was einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Wachstum nähert sich den Zahlen von 2019, dem Rekordjahr für die Branche.

Der Anstieg der Wohnmobile führt zu überfüllten Wohnmobilstellplätzen, insbesondere in beliebten Regionen wie Andalusien, der Region Valencia und Kantabrien. Spanien verfügt derzeit über etwa 1.200 Wohnmobilstellplätze, deutlich weniger als Frankreich (7.000) und Deutschland (fast 5.000). Nach Angaben des spanischen Branchenverbands ASEICAR werden mindestens 2.000 zusätzliche Wohnmobilstellplätze benötigt, um die Nachfrage zu decken.

Die Situation ist in Städten wie Madrid und Valencia besonders prekär, wo der Mangel an geeigneten Parkplätzen zu Bußgeldern für Camper führt, die länger als erlaubt bleiben. In Gebieten mit Parkbeschränkungen, wie beispielsweise rund um das Prado-Museum in Madrid, dürfen Fahrzeuge nur zwei bis vier Stunden stehen bleiben, was für Touristen, die länger bleiben möchten, problematisch ist.

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Einige Regionen, wie Galicien und Kastilien und León, haben in den letzten Jahren in neue Wohnmobilinfrastrukturen investiert. In anderen Gebieten hinkt die Entwicklung jedoch hinterher. ASEICAR betont, dass Wohnmobilisten oft ein mittleres bis hohes Ausgabeverhalten haben und zur lokalen Wirtschaft beitragen, was die Bedeutung einer ausreichenden Infrastruktur unterstreicht.

Die steigende Beliebtheit des Reisens mit dem Wohnmobil erfordert einen raschen Ausbau der Einrichtungen. Ohne ausreichende Wohnmobilstellplätze droht eine Überlastung der bestehenden Standorte und Frustration sowohl bei Wohnmobilisten als auch bei Anwohnern. Ein ausgewogener Ansatz ist unerlässlich, um diese Form des Tourismus nachhaltig wachsen zu lassen.

Quelle: Agenturen