Ukrainische Drohnenangriffe auf Russlands größtes Rechenzentrum

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Der jüngste Drohnenangriff auf das größte Rechenzentrum Russlands markiert eine neue Eskalationsstufe im digitalen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Ziel war das Rechenzentrum der Sberbank, des größten russischen Finanzinstituts sowie eines der wichtigsten Technologieentwickler des Landes. Der Angriff fand in der Region Saratow am Ufer der Wolga statt, blieb nach offiziellen Angaben jedoch ohne Auswirkungen auf den laufenden Betrieb.

In der vergangenen Woche wurden bereits mehrere Rechenzentren von Yandex, Russlands führendem Technologieunternehmen und Hauptkonkurrent der Sberbank, attackiert. Die Ukraine begründet diese Angriffe als Reaktion auf russische Attacken auf eigene kritische Infrastrukturen. Die russischen Unternehmen betonen, dass alle Systeme weiterhin normal laufen. Alexander Vedyakhin, Erster Stellvertreter des Sberbank-Generaldirektors, erklärte, der Angriff habe keine Unterbrechungen im Betrieb verursacht.

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Sberbank und Yandex setzen beide auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Im nationalen Wettbewerb stehen „GigaChat“ (Sberbank) und „YandexGPT“ an vorderster Front. Trotz hoher Investitionen hinken sie internationalen Marktführern aufgrund westlicher Sanktionen, die den Zugang zu modernster Hardware erschweren, bis zu neun Monate hinterher. Das betroffene Rechenzentrum in Balakovo soll bis 2027 den größten Supercomputer des Landes beherbergen und liegt in der Nähe zweier Kraftwerke – ein strategisch bedeutsamer Standort.

Ob die Angriffe Hardware-Schäden verursacht haben, bleibt unklar. Die Situation verdeutlicht jedoch, wie sehr digitale und physische Infrastrukturen im modernen Konflikt miteinander verflochten sind – und wie verwundbar auch die technologischen Giganten durch Cyber- und Drohnenangriffe geworden sind.

Quelle: Agenturen