Auf fünf spanischen Autobahnen entstehen in Kürze neue Raststätten mit ultraschnellen Ladestationen für Elektroautos. Damit unternimmt Spanien einen neuen, bescheidenen Schritt zum Ausbau des Ladenetzes entlang der wichtigsten Verkehrsadern des Landes.
Es handelt sich um Strecken, die Teil des großen TEN-T-Netzes der Europäischen Union sind. Diese Strecken sind für den internationalen und nationalen Transport von großer Bedeutung. Durch Investitionen in ultraschnelle Ladestationen genau an diesen Stellen soll das Fahren mit Elektroautos über lange Strecken attraktiver werden.
Die Ladestationen werden eine Leistung von mindestens 150 kW und in vielen Fällen sogar 350 kW haben. Das bedeutet, dass Ihr Auto in kurzer Zeit weitgehend aufgeladen werden kann. Je nach Modell kann das innerhalb von zwanzig bis dreißig Minuten ausreichen, um wieder Hunderte von Kilometern weiterzufahren.
Die neuen Raststätten werden nicht nur mit Ladestationen ausgestattet. Es wird auch Einrichtungen wie Toiletten, Ruhezonen und Gastronomiebetriebe geben. So können Sie während des Ladevorgangs eine Pause einlegen und bequem warten, bis Ihre Batterie wieder ausreichend aufgeladen ist.
Mit diesem Projekt will Spanien die europäischen Vorschriften erfüllen, wonach auf wichtigen Autobahnen alle 60 Kilometer eine Schnellladestation verfügbar sein muss. Der Aufbau dieser Infrastruktur ist unerlässlich, da die Zahl der Elektroautos jedes Jahr stark zunimmt.
Derzeit hinkt Spanien in Bezug auf die Anzahl öffentlicher Ladestationen noch hinter einigen anderen europäischen Ländern hinterher. Durch die Konzentration auf strategische Korridore hofft die Regierung, aufzuholen und den Fahrern, die noch Zweifel am Elektrofahren haben, mehr Vertrauen zu vermitteln.
Das Verkehrsministerium hat bekannt gegeben, an welchen genauen Standorten und an welchen Autobahnen die neuen Raststätten entstehen werden. Dabei wurde angegeben, welche Stationen in beiden Fahrtrichtungen gebaut werden und wie das Budget pro Standort aufgeteilt wird:
La Caridad (rechte Fahrspur) in Asturien, bei Kilometer 490 der A-8.
Penagos (beide Fahrtrichtungen) in Kantabrien, bei Kilometer 208,5 der A-8.
Calatayud (linke Fahrspur) in Zaragoza, bei Kilometer 234 der A-2.
Montoro (beide Fahrtrichtungen) in Córdoba, bei Kilometer 353 der A-4.
Perales de Tajuña (linke Fahrspur), in Madrid, bei Kilometer 35 der A-3.
Saelices (beide Fahrtrichtungen), in Cuenca, bei Kilometer 99 der A-3.
Algemesí (beide Fahrtrichtungen), in Valencia, bei Kilometer 541 der AP-7.
La Roca del Vallés (beide Fahrtrichtungen), in Barcelona, bei Kilometer 129 der AP-7.
Quelle: Agenturen





