Die Bewegungsfreiheit von Fahrzeugen mit den spanischen Umweltplaketten B und C wird zunehmend eingeschränkt. Immer mehr Städte führen Fahrverbote oder Beschränkungen ein, um die Luftqualität zu verbessern und den Umweltschutz voranzutreiben. Besonders in Valladolid wurde diese Woche erstmals ein freiwilliges Fahrverbot für diese Fahrzeuggruppen ausgesprochen, ausgelöst durch hohe Ozonwerte infolge einer Hitzewelle und Waldbränden.
Die Stadt Valladolid reagierte mit der Senkung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h in der Umweltzone, kostenlosen Parkplätzen an P+R-Anlagen, zusätzlichen Buslinien und mehr Leihfahrrädern. Fahrer von Fahrzeugen mit den Plaketten B und C wurden aufgefordert, die Umweltzone freiwillig zu meiden. Während dies in Valladolid noch eine Empfehlung ist, sind in Städten wie Bilbao, Madrid, Getafe, Estepona, San Fernando und Huelva bereits verpflichtende Fahrverbote für Fahrzeuge mit Plakette B in Kraft, deren Missachtung mit Geldstrafen von bis zu 200 Euro belegt wird.
Die Tendenz verschärft sich weiter: Ab 2026 wird Málaga den Zugang für Fahrzeuge mit Plakette B strikt einschränken. Palma de Mallorca und Reus folgen 2027, und ab 2028 gilt ein umfassendes Fahrverbot für diese Fahrzeuge in allen 36 Gemeinden des Großraums Barcelona sowie in San Sebastián. Auch Valencia und Torremolinos planen strengere Regeln. Für Fahrzeuge mit der Plakette C, meist Dieselfahrzeuge, gelten ähnliche, aber zeitlich gestaffelte Maßnahmen, etwa in Cádiz, Huelva, Getafe und weiteren Städten.
Für Autofahrer bedeutet dies, dass die Freiheit, mit Fahrzeugen der Umweltklassen B und C in Spanien zu fahren, stetig abnimmt. Über 19,5 Millionen Fahrzeuge sind betroffen. Wer regelmäßig in den genannten Städten unterwegs ist oder dort wohnt, sollte sich stets über die aktuellen Regelungen informieren, um Bußgelder zu vermeiden und umweltbewusst zu handeln.
Quelle: Agenturen



