Die spanische Regierung hat bekannt gegeben, welche steuerlichen Änderungen 2026 in Kraft treten werden. Dabei handelt es sich um eine stärkere Kontrolle digitaler Zahlungen wie Bizum, höhere Steuern auf Diesel und die Verlängerung von Vergünstigungen für Elektroautos und Energieeinsparungen. Die Maßnahmen sind Teil von Vereinbarungen mit der Europäischen Union und dem Konjunkturprogramm nach der Coronakrise.
Eine der auffälligsten Änderungen betrifft Bizum. Ab 2026 müssen Banken der Steuerbehörde jeden Monat mitteilen, wie viel Geld Selbstständige und Unternehmen über Bizum erhalten. Dabei geht es nicht um einzelne Zahlungen, sondern um den Gesamtbetrag pro Monat. Zahlungen zwischen Privatpersonen bleiben von dieser Kontrolle ausgenommen und werden daher nicht gemeldet.
Darüber hinaus wird die Steuer auf Diesel erhöht. Spanien musste diese Maßnahme bereits früher einführen, erhielt jedoch aufgrund politischer Probleme einen Aufschub. Die Erhöhung ist notwendig, um europäischen Vereinbarungen nachzukommen, und soll zur Verringerung der Umweltverschmutzung und des Verbrauchs fossiler Brennstoffe beitragen.
Gleichzeitig investiert die Regierung weiterhin in eine nachhaltigere Wirtschaft. Die Steuervergünstigung für energiesparende Renovierungen von Wohngebäuden wird bis Ende 2026 verlängert. Je nach den durchgeführten Arbeiten können Sie 20 Prozent, 40 Prozent oder sogar 60 Prozent von der Einkommensteuer abziehen.
Auch wer ein Elektroauto kauft, profitiert weiterhin von Steuervorteilen. Es gilt ein Steuerabzug von bis zu 15 Prozent des Kaufpreises. Diese Regelung gilt auch für Plug-in-Hybride, Wasserstoffautos und für die Installation von Ladestationen an Wohnhäusern.
Für Unternehmen gibt es zusätzliche Vorteile. Investitionen in Elektrofahrzeuge, Ladestationen und eigene Systeme für Solarenergie oder Heizung können schneller steuerlich abgeschrieben werden. Das soll Unternehmer dazu anregen, nachhaltiger zu arbeiten.
Schließlich wurde beschlossen, das obligatorische digitale Rechnungsstellungssystem Verifactu zu verschieben. Kleine Unternehmer und Selbstständige haben bis 2027 Zeit, bevor dieses System obligatorisch wird. Außerdem müssen Arbeitslose, die Sozialleistungen beziehen, ab 2026 keine Steuererklärung mehr abgeben.
Quelle: Agenturen





