„Vía Verde de Ojos Negros“ – Abenteuer zwischen Tunnel und Viadukt

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Die „Vía Verde de Ojos Negros“ ist mit ihren 182,2 Kilometern der faszinierendste und längste grüne Weg Spaniens. Auf einer ehemaligen Bergbaubahntrasse durchquert sie die Regionen Aragón und Valencia, verbindet Naturerlebnis mit eindrucksvoller Industriegeschichte und bietet Wanderern sowie Radfahrern eine einzigartige Tour durch verschiedenste Landschaften.

Beginnen wir mit dem Konzept: Eine „Vía Verde“ ist ein neu gestalteter Wander- und Radweg auf stillgelegten Eisenbahnstrecken. Seit 1993 hat Spanien dieses Projekt massenhaft umgesetzt, und von den heute 126 Routen ist die Vía Verde de Ojos Negros das Kronjuwel. Die Strecke folgt der ehemaligen Schmalspurbahn, die im 19. Jahrhundert Eisenerz aus der abgelegenen Sierra Menera bei Teruel bis zur Hafenstadt Sagunto an der Mittelmeerküste transportierte.

Startpunkt der Route ist das beschauliche Dörfchen Ojos Negros auf über 1.000 Metern Höhe, von wo es durch drei charakteristische Etappen stetig bergab in Richtung Mittelmeer geht – vorbei an 21 Tunneln und ebenso vielen Viadukten, von denen besonders das beeindruckende Viadukt von Albentosa mit 179 Metern Länge und 50 Metern Höhe hervorsticht. Diese technischen Meisterleistungen zeugen heute noch vom industriellen Erbe der Region. Die Landschaft wandelt sich dabei von Getreidefeldern und Pappelwäldern über gebirgiges Terrain zu mediterranen Kiefern- und Orangenhainen.

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Die Route führt nicht nur durch naturbelassene Naturschutzgebiete und geologische Besonderheiten wie die erstaunliche „Falla de Concud“, sondern streift auch historische Orte voller kultureller Schätze: Teruel mit seiner berühmten Mudéjar-Architektur, das mittelalterliche Jérica oder Sagunto mit römischem Theater und jüdischem Viertel. Diese Mischung aus Natur, Technik und Kultur macht die Vía Verde de Ojos Negros zur perfekten Entdeckungsreise abseits der üblichen Touristenpfade.

Wegen ihrer Länge gilt die Strecke als anspruchsvoll, viele bevorzugen daher einzelne Etappen, um das Erlebnis intensiver zu genießen, ohne gleich eine mehrtägige Tour zu planen. Für Reisende mit weniger Zeit gibt es kompaktere Alternativen wie die Vía Verde del Serpis, die ebenfalls beeindruckende Tunnel und Landschaften zwischen Valencia und Alicante bietet.

Insgesamt ist die Vía Verde de Ojos Negros ein großartiges Beispiel dafür, wie historische Infrastruktur in nachhaltige Freizeitwege verwandelt wird. Wer sich auf diese Route begibt, erlebt nicht nur sportliche Herausforderung, sondern auch ein Stück spanische Geschichte und Natur in ihrer spannendsten Form – ein unvergessliches Erlebnis, das den Charme und die Vielfalt Spaniens auf authentische Weise widerspiegelt.

Quelle: Agenturen