Von den Rentensystemen Dänemarks, Schwedens und der Niederlande lernen?

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Die Zukunft der Altersvorsorge steht in Spanien auf dem Prüfstand. Angesichts eines drohenden Defizits blicken viele Expertinnen und Experten auf die erfolgreichen Modelle aus Dänemark, Schweden und den Niederlanden, die durch vorausschauendes Sparen, Investieren und clevere Reformen als Vorbilder innerhalb Europas gelten.

Was machen diese Länder anders? Der wichtigste Unterschied liegt im Fundament ihrer Systeme: Sie setzen nicht allein auf Beiträge der Erwerbstätigen, sondern verfügen über bedeutende Rentenvermögen. So entspricht der Wert der dänischen Pensionsfonds etwa 200 Prozent des BIP, während Schweden und die Niederlande ebenfalls beeindruckende Rücklagen vorweisen. Diese finanzielle Polsterung vermeidet es, zukünftige Generationen übermäßig zu belasten – ein Problem, mit dem Spanien kämpft.

Schweden etwa reformierte ab 1994 sein System grundlegend. Seitdem wächst dort jeder Rentenanspruch mit dem Durchschnittseinkommen, und ein automatischer Mechanismus bremst Ausgaben, sobald Risiken für die Finanzierbarkeit auftreten. Dänemark kombiniert ein hohes Renteneintrittsalter mit Erträgen aus der Besteuerung von Fondsanlagen und verschafft dadurch Staat, Wirtschaft und Versicherten gleichermaßen Stabilität.

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Könnte Spanien diesen Weg einschlagen? Kurzfristig erscheint das schwierig. Die erfolgreichen Modelle wurden über Jahrzehnte unter günstigeren Rahmenbedingungen aufgebaut. Ein schneller Wechsel bedarf enormer politischer und finanzieller Kraftanstrengungen – vielleicht durch staatlich finanzierte Starthilfen. Fortschritte zeigt Spanien zumindest beim durchschnittlichen Renteneintrittsalter und beim aktuell verbesserten Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern. Doch die großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte verlangen nach nachhaltigen, mutigen Reformen, um die soziale Sicherheit auch für kommende Generationen zu sichern.

Quelle: Agenturen