In vielen Supermärkten sieht man sie: lange, gerade Gurken, die fest in Plastik verpackt sind. In Spanien sind sie als Pepino Holandés bekannt. Diese Plastikverpackung mag unnötig oder schlecht für die Umwelt erscheinen, aber es gibt einen klaren Grund dafür.
Die Pepino Holandés hat eine sehr dünne und glatte Schale. Im Gegensatz zu anderen Gurken fehlt ihr eine natürliche Schutzschicht, die Feuchtigkeit speichert. Daher trocknet diese Gurke schnell aus, sobald sie unverpackt gelagert wird. Innerhalb weniger Tage kann sie bereits schlaff werden und an Gewicht verlieren.
Die Plastikfolie wirkt wie eine zweite Haut. Sie hält die Feuchtigkeit zurück und sorgt dafür, dass die Gurke viel länger frisch bleibt. Ohne Folie beträgt die Haltbarkeit oft nur wenige Tage, während eine verpackte Pepino Holandés bis zu drei Wochen lang haltbar ist. Das macht einen großen Unterschied beim Transport und bei der Lagerung.
Darüber hinaus schützt die Plastikschicht vor Ethylengas. Dieses Gas wird bei reifenden Früchten wie Bananen und Tomaten freigesetzt und beschleunigt den Alterungsprozess von Gemüse. Durch die Plastikfolie ist die Pepino Holandés besser davor geschützt, sodass sie weniger schnell gelb oder weich wird.
Auch Beschädigungen spielen eine Rolle. Durch die dünne Schale kann diese Gurke beim Transport schnell platzen oder Druckstellen bekommen. Die Plastikfolie verringert dieses Risiko, insbesondere bei langen Transportwegen zwischen Erzeuger, Supermarkt und Verbraucher.
Obwohl Plastikverpackungen zunehmend in der Kritik stehen, weisen die Hersteller darauf hin, dass sie dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Weniger weggeworfene Gurken bedeuten letztendlich auch weniger Verschwendung von Wasser, Energie und Transport. Gleichzeitig wird nach nachhaltigeren Alternativen gesucht, die den gleichen Schutz bieten.
Mehr als 80 % aller in Spanien angebauten Gurken sind von der Sorte „Holandés”, wobei der überwiegende Teil in nordeuropäische Länder exportiert wird. In Almería bestehen 81 % aus „Pepino Holandés”, 10 % aus „Pepino Francés” und nur 9 % aus „Pepino Español”. Mehr als 90 % der niederländischen Gurken werden exportiert, während die französischen und spanischen Sorten hauptsächlich in Spanien und Frankreich verzehrt werden.
Die „Pepino Holandés” ist etwa 30 cm lang und kann sogar 40 cm lang werden. Sie ist gerade und kernlos ohne Samenleisten und hat eine glatte Außenhaut. Es handelt sich um eine „leichte” Gurke, die sehr weich ist und nicht bitter schmeckt, sodass sie mit Schale/Haut gegessen werden kann.
Die „Pepino español” ist sehr klein und zwischen 10 und 12 cm lang, außen rau und runzelig. Die „Pepino francés” hingegen ist etwas länger und zwischen 15 und 20 cm lang, aber ebenfalls rau und runzelig von außen, jedoch etwas weniger als die spanische Gurke.
Quelle: Agenturen





