Wasserreserven und Dürrelage auf Mallorca

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Die anhaltende Trockenheit prägt die Wassersituation auf den Balearen zunehmend. Im September lagen die Wasserreserven bei lediglich 36 % – ein Rückgang gegenüber den 38 % im August und deutlich unter dem Vorjahreswert von 44 %. Besonders betroffen sind Mallorca und Ibiza, während Menorca eine überraschende Erholung verzeichnete.

Die Ursachen dieser Entwicklung sind vielfältig. Während auf Mallorca die Reserven um zwei Prozentpunkte sanken und Ibiza sogar einen Rückgang um vier Prozentpunkte aufwies, konnte Menorca trotz minimaler Niederschläge einen Anstieg der Reserven um fünf Prozentpunkte erreichen. Dies verdeutlicht, dass die Grundwasserleiter zeitverzögert auf Niederschläge reagieren und auch die Entnahmemenge entscheidend ist: Geringere Entnahmen können selbst bei Trockenheit zu stabileren Wasserständen führen.

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Der hydrologische Dürreindex blieb im September mit 0,342 stabil. Dennoch befinden sich mehrere Versorgungsgebiete wie Artà, es Pla, Manacor-Felanitx und Migjorn in der Alarmstufe, während die meisten übrigen Regionen auf der Vorwarnstufe verharren. Lediglich Formentera zeigt einen Normalzustand. Die durchschnittlichen Niederschläge blieben mit 47 Litern pro Quadratmeter rund 30 % unter dem langjährigen Mittel; Menorca sticht mit nur 3,4 Litern besonders hervor.

Insgesamt liegen die kumulierten Niederschläge der letzten zwölf Monate bei rund 94 % des historischen Durchschnitts. Für Oktober wird angesichts der aktuellen Lage und der saisonalen Entwicklung ein leichter Anstieg der Wasserreserven erwartet. Dennoch bleibt der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser essenziell, um die knappen Ressourcen zu schonen und die Versorgung langfristig zu sichern. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin aufmerksam und appellieren an Bevölkerung und Wirtschaft, Wasser sparsam zu verwenden.

Quelle: Agenturen