Zu schnell in einer 30-km/h-Zone auf Mallorca?

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In Spanien gilt seit einigen Jahren eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auf städtischen Straßen mit einer Fahrspur pro Richtung. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Zahl der Unfälle mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern zu verringern. Viele Autofahrer fragen sich jedoch, bei welcher Geschwindigkeit ein Radargerät tatsächlich einen Strafzettel ausstellen kann, da es leicht ist, die Geschwindigkeitsbegrenzung unbewusst zu überschreiten.

Die Geschwindigkeit, bei der ein Radargerät einen Verstoß feststellt, hängt vom Typ des Radargeräts und der Zeit seit der letzten Kalibrierung ab. Nach spanischem Recht gelten bestimmte Fehlermargen. Diese Margen wurden festgelegt, um mögliche Messfehler der Geräte zu berücksichtigen.

Feste oder Streckenradargeräte, die jünger als ein Jahr sind: eine Toleranz von ±3 km/h. Das bedeutet, dass in einer 30-km/h-Zone das Radargerät ab 34 km/h einen Strafzettel ausstellt.

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Feste oder Streckenradargeräte, die älter als ein Jahr sind: eine Toleranz von ±5 km/h, was bedeutet, dass bei 36 km/h oder mehr ein Verstoß registriert wird.

Die Strafen für das Überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzung in einer 30-km/h-Zone variieren je nach Schwere des Verstoßes. Gemäß der spanischen Straßenverkehrsordnung sind die Bußgelder und Punkteabzüge auf spanischen Führerscheinen wie folgt festgelegt:

31 bis 50 km/h: Bußgeld von 100 Euro ohne Punkteabzug.
51 bis 60 km/h: Geldstrafe von 300 Euro und Abzug von 2 Punkten.
61 bis 70 km/h: Geldstrafe von 400 Euro und Abzug von 4 Punkten.
71 bis 80 km/h: Geldstrafe von 500 Euro und Abzug von 6 Punkten.
81 km/h und mehr: Geldstrafe von 600 Euro und Abzug von 6 Punkten.

Bei Geschwindigkeiten über 90 km/h in einer Zone, in der die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h beträgt, können neben Geldstrafen auch strafrechtliche Konsequenzen drohen. Gemäß Artikel 379 des spanischen Strafgesetzbuches kann das Fahren mit mehr als 60 km/h über der zulässigen Geschwindigkeit in städtischen Gebieten zu Freiheitsstrafen von drei bis sechs Monaten, Geldstrafen oder gemeinnütziger Arbeit führen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass der Führerschein für ein bis vier Jahre entzogen wird.

Die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung ist insbesondere in städtischen Gebieten für die Sicherheit von entscheidender Bedeutung. Je niedriger die Geschwindigkeit eines Autos ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fußgänger bei einem Unfall ums Leben kommt. Bei 30 km/h ist diese Wahrscheinlichkeit deutlich geringer als bei höheren Geschwindigkeiten.

Darüber hinaus fördern niedrigere Geschwindigkeiten einen flüssigeren Verkehrsfluss, verringern die Lärmbelastung und erhöhen die allgemeine Lebensqualität in städtischen Gebieten. Daher ist es sowohl für Autofahrer als auch für Fußgänger von Vorteil, sich an die festgelegten Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.

Quelle: Agenturen