Fünf Monate lang war die Halbinsel Formentor auf Mallorca nur eingeschränkt mit dem Auto erreichbar. Ziel der Maßnahme: besserer Schutz der einzigartigen Naturlandschaft und die Reduzierung des hohen Verkehrsaufkommens, das gerade in den Sommermonaten die Ma-2210 häufig an ihre Grenzen bringt.
Zwischen dem 15. Mai und 14. Oktober 2026 nutzten mehr als 410.000 Fahrgäste die Linie 334 des TIB-Netzes, um nach Formentor zu gelangen – ein Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Buslinie verband dabei Alcúdia, Port de Pollença, den Aussichtspunkt Es Colomer, Cala Murta-Cala Figuera und den berühmten Leuchtturm von Formentor und ermöglichte so eine nachhaltige Erkundung der Region.
Besonders gefragt war der Service in den Sperrzeiten von 10 bis 22 Uhr, wenn Privatfahrzeuge außen vor blieben. Mit einem Takt von 35 Minuten bot der Nahverkehr eine zuverlässige Alternative – obwohl der Start der Beschränkungen auch in diesem Jahr nicht ohne Anfangsschwierigkeiten verlief: zum Auftakt kam es zu Staus, und erst allmählich passte sich das Verhalten der Besucher an die neue Regelung an.
Ein Brennpunkt bleibt weiterhin der viel frequentierte Aussichtspunkt Es Colomer, an dem zahlreiche Verkehrsteilnehmer – vom Radfahrer bis zum Reisebus – zusammenkommen. Unwissenheit schützt dort nicht vor Strafe: Wer sich nicht an die Sperrzeiten hält, dem droht ein Bußgeld von 200 Euro. In den nächsten Tagen will die Generaldirektion für Verkehr detaillierte Zahlen zu erlaubten und unerlaubten Fahrten veröffentlichen.
Seit der Einführung der Zufahrtsbeschränkungen im Jahr 2018 wurde der Zeitraum stetig erweitert, nicht zuletzt auf Initiative der Stadt Pollença. Das Ziel bleibt: Formentor für künftige Generationen zu bewahren und einen sanften, nachhaltigen Tourismus zu fördern.
Quelle: Agenturen





