Der September 2026 hat auf den Balearen neue Maßstäbe gesetzt: Laut dem spanischen Wetterdienst AEMET erlebten die Inseln ihren zweitwärmsten September seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1961. Nur das Jahr 1987 war noch heißer.
Im Durchschnitt lagen die Temperaturen 2,2 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Die ungewöhnliche Wärme wurde von einer deutlich geringeren Niederschlagsmenge begleitet, was die Trockenheit weiter verschärfte. Besonders gravierend zeigte sich die Situation auf Menorca, wo es 95 Prozent weniger Regen gab als üblich. Auch Ibiza und Formentera verzeichneten mit 65 Prozent bzw. 78 Prozent weniger Niederschlag einen außergewöhnlich trockenen Monat. Auf Mallorca fiel der Regen immerhin um 16 Prozent geringer aus als im Durchschnitt.
Die Kombination aus Rekordwärme und Trockenheit stellt nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die gesamte Inselbevölkerung vor Herausforderungen. Wasserknappheit, erhöhte Waldbrandgefahr und Auswirkungen auf die heimische Flora und Fauna sind mögliche Folgen dieses Extremsommers.
Ob dieser außergewöhnliche September ein Vorbote für zukünftige klimatische Entwicklungen auf den Balearen ist, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Inselgruppe erlebt Wetterlagen, die in der Geschichte der Messungen selten waren – ein deutlicher Hinweis auf die zunehmende Bedeutung des Klimawandels in der Region.
Quelle: Agenturen




