27 Grad im Klassenzimmer und bis zu 50 Grad auf dem Schulhof

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In spanischen Klassenzimmern herrschen zunehmend unerträgliche Temperaturen, wie eine aktuelle Untersuchung von Greenpeace zeigt. Die Umweltorganisation hat mit Spezialkameras sechs Schulen in verschiedenen Städten Spaniens untersucht und festgestellt, dass in keinem der Klassenzimmer die Temperatur unter dem gesetzlichen Grenzwert von 27 Grad lag – einem Wert, der für sitzende Tätigkeiten als maximal akzeptabel gilt.

Die Ergebnisse offenbaren eine alarmierende Realität: Schulhöfe erreichen an sonnigen Stellen bis zu 50 Grad, selbst schattige Bereiche bleiben bei etwa 29 Grad, und Speisesäle klettern auf 30 Grad. Keine der besuchten Schulen unterschritt die kritische Marke von 24 Grad, ab der die Konzentrationsfähigkeit der Schüler beeinträchtigt wird.

Kinder sind besonders gefährdet, da ihr Körper die Temperatur weniger effektiv reguliert als der eines Erwachsenen. Zudem erhöht sich das Risiko von Dehydrierung und Hitzestress durch häufiges Spielen im Freien und unregelmäßiges Trinken. Fachverbände wie die Asociación Española de Pediatría und Unicef fordern deshalb dringend Maßnahmen zur Kühlung der Schulen.

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Die spanischen Behörden zeigen sich in der Umsetzung von Klimatisierungsmöglichkeiten bislang zurückhaltend. Während einige Regionen die Kosten für Klimaanlagen ablehnen, organisieren Eltern eigene Finanzierungsaktionen. Greenpeace kritisiert den Widerspruch, dass für Arbeitnehmer bereits Schutzvorschriften gegen Hitze gelten, für Schüler jedoch nicht.

Eine reine Klimatisierung allein reicht laut Greenpeace nicht aus. Nachhaltige Lösungen wie Solaranlagen, natürliche Querlüftung, Sonnenschutz, Isolierung und grünere Schulhöfe mit Schatten und Wasserstellen sind notwendig, um langfristig für angenehmere und gesündere Lernumgebungen zu sorgen.

Quelle: Agenturen