Immer mehr Spanier gehen zwei Jobs nach

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In Spanien arbeiten so viele Menschen wie nie zuvor in mehreren Jobs gleichzeitig. Aktuell üben über 600.000 Spanier zwei oder mehr Tätigkeiten aus. Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Wohnkosten.

Viele Menschen sind gezwungen, sich einen oder mehrere Nebenjobs zu suchen, um ihre Lebenshaltungskosten zu decken. Besonders betroffen sind Frauen in Teilzeitbeschäftigung und Angestellte im Dienstleistungssektor. Aber auch Akademiker wie Berater, Lehrer oder Fachkräfte im Gesundheitswesen sind zunehmend betroffen.

Die Mieten in Spanien sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Inzwischen müssen Haushalte durchschnittlich 40 Prozent ihres Einkommens für Miete ausgeben. Experten sehen die Grenze der finanziellen Gesundheit bei 30 Prozent. Obwohl die Löhne gestiegen sind, hat die Inflation einen Großteil des Zuwachses wieder aufgezehrt.

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Viele Menschen suchen sich einen Zweitjob, um ihre Kaufkraft zu erhalten. Das Homeoffice und digitale Dienstleistungen erleichtern es vielen, einen Nebenjob auszuüben. Allerdings gibt es auch eine Schattenseite: Wer mehrere Jobs hat, zahlt zwar mehr in die Sozialversicherung ein, hat aber auch ein höheres Risiko für lange Arbeitstage und Burnout.

Die Regierung hat einen Plan für den Wohnungsbau vorgelegt, der mehr Sozialwohnungen und einen besseren Mieterschutz vorsieht. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Maßnahmen zu langsam vorankommen. Ob die hohe Zahl an Mehrfachbeschäftigten ein vorübergehendes Phänomen ist, hängt davon ab, wie sich der Wohnungsmarkt entwickelt.

Quelle: Agenturen