In der Nacht von Sonntag auf Montag (02.11.2026) wurden zahlreiche Supermärkte in Belgien Opfer eines raffinierten Cyberangriffs. Die Vorfälle zeigen, wie verwundbar selbst alltägliche Infrastruktur ist, wenn Technik und IT nicht ausreichend abgesichert sind.
Bei dem Angriff konnten Hacker die Kühlsysteme in rund vierzig Filialen, darunter bekannte Ketten wie Delhaize, Carrefour und Spar, aus der Ferne manipulieren. Sie versetzten die Kühl- und Gefrierschränke in den Abtaumodus und erhöhten gezielt die Temperaturen – teils bis auf 15 Grad Celsius. Das führte nicht nur zu erheblichen Lebensmittelverlusten, sondern auch zu organisatorischen Herausforderungen. Betroffene Filialen mussten Kühlwagen bereitstellen oder verdorbene Ware entsorgen, während Techniker bereits in den frühen Morgenstunden bemüht waren, die Kontrolle zurückzugewinnen.
Das Vorgehen erinnert an ähnliche Angriffe in Frankreich und Schweden, die ebenfalls gezielt auf Supermärkte abzielten. Die belgische Öffentlichkeit erfuhr durch Berichte des Senders RTBF Details aus erster Hand: Filialleiter schilderten, wie sie nachts durch Alarmmeldungen geweckt wurden und funktionsunfähige Kühlanlagen vorfanden, die nur noch heiße Luft produzierten.
Klar ist: Dieser Angriff war kein Zufall, sondern offenbar Teil einer wachsenden Welle von IT-basierten Attacken auf kritische Infrastruktur im Lebensmittelsektor. Zwar wurde die Situation durch rasche Notfallmaßnahmen eingedämmt, doch bleibt ein deutlicher Nachgeschmack: Supermärkte und ihre technische Vernetzung werden zunehmend zur Zielscheibe raffinierter Cyberkriminalität – ein Risiko, das künftig noch stärker im Fokus stehen dürfte.
Quelle: Agenturen




