Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt hat einen innovativen Fruchtfolgeplan vorgestellt, der den Kartoffelanbau nachhaltig schützen soll. Im Fokus steht die Eindämmung des Schädlings Globodera, der die Kartoffelkulturen bedroht. Hierfür wurde die Abgabefrist für individuelle Fruchtfolgepläne in den betroffenen Gemeinden bis zum 30. September verlängert, um den Landwirten ausreichend Zeit zur Anpassung zu geben.
Ein zentrales Merkmal des Plans ist seine differenzierte Herangehensweise: Die Maßnahmen richten sich nach dem Befallsgrad der landwirtschaftlichen Flächen. Je nach Anzahl der nachgewiesenen Nematodeneier werden drei Stufen unterschieden, die den Anbau der Kartoffeln unterschiedlich stark regulieren. Bei geringem Befall kann die Anbaufrequenz hoch bleiben, während bei starkem Befall der Kartoffelanbau auf zwei von vier Jahren beschränkt und umfangreichere Bodensanierungsmaßnahmen erforderlich sind.
Der Plan wurde in enger Zusammenarbeit mit Experten des Kartoffelsektors und Pflanzenschutzverbänden entwickelt. Dadurch wird eine Kombination aus Fangpflanzen, Nichtwirtspflanzen, agronomischen Methoden und einer reduzierten Kartoffelanbaufrequenz ermöglicht, um die Bodengesundheit zu verbessern.
Finanziell unterstützt wird dieses Vorhaben von der Regionalregierung mit mindestens neun Millionen Euro, die unter anderem Produktionsausfälle ausgleichen sollen. Sollte die gesamte potenzielle Anbaufläche einbezogen werden, könnten die Fördermittel in den kommenden vier Jahren sogar noch steigen.
Landwirtschaftsminister Joan Simonet betont die Bedeutung des Plans für die Zukunft: „Wir wollen gesündere Böden, weniger Pflanzenschutzdruck und einen widerstandsfähigen Kartoffelsektor.“ Er appelliert an die Landwirte, jetzt die richtigen Fruchtfolgen zu wählen, um den Kartoffelanbau langfristig zu sichern.
Quelle: Agenturen




