Spanien bei Dieselpreisen in der EU an zweiter Stelle

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Eine Verdopplung der Steuerermäßigung sorgt dafür, dass der Dieselpreis in Spanien diese Woche auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten sinkt. Anders sieht es beim Benzin aus, das den höchsten Preis seit 2022 erreicht hat.

Laut dem wöchentlichen Ölbericht der EU, der Daten bis zum 7. September enthält, lag der durchschnittliche Dieselpreis in Spanien bei 1,795 Euro pro Liter – ein Rückgang von 3,75 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Nur Malta bietet noch günstigeren Diesel an.

Dieser Anstieg in der Preisrangliste der EU erfolgte durch eine Verdopplung des Rabatts, wodurch Spanien sogar Länder wie Polen und Schweden überholte und nur noch Malta voraus ist. Bulgarien und Ungarn folgen daraufhin mit etwas höheren Preisen je Liter.

Das Sinken der Dieselpreise in Spanien resultiert aus einem Mechanismus, der in einem im Juni verabschiedeten Gesetzesdekret vorgesehen ist. Sobald der Preis von Benzin oder Diesel um mehr als 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigt, tritt automatisch eine Steuerermäßigung von 20 Cent pro Liter in Kraft. Der Dieselpreis stieg um 15,7 Prozent, was die Aktivierung dieser Steuerermäßigung rechtfertigte.

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Dem Preisverfall ging ein kontinuierlicher Anstieg voraus: Über acht Wochen hinweg stieg der Dieselpreis, überschritt jedoch Anfang September durch die Ermäßigung nochmal die Grenze von knapp 1,861 Euro pro Liter.

Im Gegensatz dazu findet beim Benzin eine gegenläufige Entwicklung statt. Die Steuerermäßigung sank hier von 10 auf 5 Cent pro Liter, da der Anstieg bei Benzinpreisen im Juli bei nur 7,3 Prozent lag. Dies führte dazu, dass die Benzinpreise auf einen Stand stiegen, den es seit Juli 2022 nicht mehr gab, was den Rückgang Spaniens in der Rangliste der EU-weiten Benzinpreise vom neunten auf den zwölften Platz erklärt.

Während bei einer frühen Kraftstoffermäßigung im Jahr 2022 die Tankstellen dafür kritisiert wurden, Preise kurz vor Inkrafttreten der Ermäßigung zu erhöhen, gibt es für die aktuelle Senkung keine Belege eines ähnlichen Verhaltens. Anfangs war jedoch die volle Ermäßigung nur verzögert spürbar, weil alte Bestände noch zum höheren Preis abverkauft werden mussten. Der Transportsektor beklagte daraufhin, dass die Preissenkungen nicht vollständig an den Endverbraucher weitergegeben wurden.

Zudem bleibt Diesel vor allem für Allradfahrzeuge und Pick-ups attraktiv, da diese Fahrzeuge für schwere Arbeiten oder lange Strecken immer noch effizienter mit Diesel statt mit Batterien betrieben werden können.

Quelle: Agenturen