Residenten im Bus auf Mallorca bevorzugen?

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Die sozialistische Partei von Palma auf Mallorca setzt sich dafür ein, dass Einheimische im öffentlichen Nahverkehr Vorrang vor Touristen erhalten und fordert zudem die Einführung eines 24-Stunden-Services.

Diese Vorschläge hat Iago Negueruela, Generalsekretär der Sozialistischen Vereinigung von Palma und Bürgermeisterkandidat für die Wahlen 2027, kürzlich vorgestellt. Der Ansatz sieht vor, dass Einwohner des Ortes mit einem offiziellen Ausweis bevorzugt in die Busse der städtischen Verkehrsbetriebe einsteigen dürfen, bevor Touristen den Zugang erhalten.

Im Rahmen der Mobilitätswoche präsentierte Negueruela ein Maßnahmenpaket, das darauf abzielt, die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs für Einwohner zu verbessern. Dazu gehört die Einführung weiterer Busse und neuer Konzepte zur Steigerung der Kapazitäten. Er kritisierte, dass der Verkehr in diesem Sommer übermäßig überlastet war und keine ausreichenden Maßnahmen eingeleitet wurden, um die Bewohner zu entlasten.

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Zu einer kurzfristigen Lösung zählt der vorgeschlagene Vorrang für Einwohner mit bestehenden Nahverkehrskarten wie der TIB oder der Tarjeta Única. Ziel ist es, Menschen, die auf den öffentlichen Transport angewiesen sind, eine verlässliche Mobilität zu sichern.

Negueruela verdeutlichte die Problematik anhand eines Beispiels: Zahlreiche Flughafenarbeitskräfte können nicht nach Hause fahren, weil die Haltestellen überfüllt sind, da sich Touristen dort stauen. Er betonte, dass während Touristen weiterhin den öffentlichen Verkehr nutzen dürfen, sie dies nachrangig gegenüber einheimischen Arbeitskräften tun sollten.

Dieses Konzept findet bereits in anderen europäischen Städten wie Venedig Anwendung und gilt als legaler Handlungsspielraum in Gebieten mit starkem Tourismusdruck. Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr primär als Dienstleistung für die Bürger zu gestalten.

Quelle: Agenturen