Yolanda Díaz befürwortet Anhebung des Mindestlohns ein

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Die Diskussion um den Mindestlohn in Spanien hat durch die Initiativen von Yolanda Díaz, der zweiten Vizepräsidentin und Arbeitsministerin, neue Dynamik erhalten. Díaz fordert den Expertenausschuss auf, bis spätestens Anfang November einen Vorschlag für die Erhöhung des branchenübergreifenden Mindestlohns (SMI) für das Jahr 2027 vorzulegen. Ihr zentrales Anliegen: Die Kaufkraft der Beschäftigten darf durch die Anpassung nicht geschwächt werden.

Auf einer Pressekonferenz unterstrich Díaz, dass die Erhöhung des Mindestlohns sich am Verbraucherpreisindex (IPC) – aktuell bei 4,9 % – orientieren und mindestens 60 % des durchschnittlichen Einkommens betragen müsse. Neben der Inflation sollen Produktivität und das wirtschaftliche Umfeld einbezogen werden. Das Arbeitsministerium will die Fristen verkürzen, damit die Beschäftigten und Unternehmen möglichst früh wissen, mit welchem Mindestlohn sie planen können.

Sobald der Bericht vorliegt, soll der soziale Dialog mit Gewerkschaften und Arbeitgebern beginnen. Díaz betonte, dass der laufende Wahlprozess die Umsetzung nicht verzögern dürfe, da das Leben der Menschen und die wirtschaftlichen Abläufe nicht stillstehen. Ziel sei eine dreiseitige Einigung, auch im Hinblick auf die Belastungen durch die Inflation für viele Familien.

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Die Ministerin bezeichnet die Entwicklung des Mindestlohns als „Erfolgsgeschichte“. Seit 2018 ist der SMI um 66 % gestiegen, während Befürchtungen über massive Jobverluste sich nicht bewahrheitet haben. 2023 wurde der Mindestlohn um 3,1 % auf 1.221 Euro brutto monatlich erhöht. Gewerkschaften fordern für 2027 sogar eine weitere Steigerung um mehr als 5 %.

Mit diesem Vorstoß will Díaz nicht nur die soziale Gerechtigkeit stärken, sondern auch zeigen, dass wirtschaftliches Wachstum und soziale Absicherung Hand in Hand gehen können.

Quelle: Agenturen