Die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser zählt zu den zentralen Anliegen jeder Kommune – so auch in Pollença auf Mallorca, wo die Gemeinde im vergangenen Jahr mit zahlreichen Störungen der Entsalzungsanlage in Alcúdia zu kämpfen hatte. Insgesamt wurden 18 Zwischenfälle verzeichnet, die immer wieder die Stabilität der Wasserversorgung gefährdeten und die Stadtverwaltung vor große Herausforderungen stellten.
Wie Bürgermeister Martí March betont, sind die Folgen dieser Störungen spürbar: So musste die Bevölkerung zuletzt sogar vor möglichen Versorgungsunterbrechungen gewarnt werden, nachdem der Wasserstand im Hauptreservoir Can Puig auf ein kritisches Minimum gesunken war. Im vergangenen Jahr blieb die Gemeinde an zehn Tagen sogar komplett ohne Wasser aus der Entsalzungsanlage – ein Zustand, der nur durch die Nutzung der lokalen Brunnen abgefedert werden konnte. Die Stadt sieht dringenden Investitionsbedarf: Die Leitung zwischen Alcúdia und dem Reservoir ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden.
Gerade in den Sommermonaten ist die Abhängigkeit von der Entsalzungsanlage besonders groß: 50 % des Wasserbedarfs von Pollença werden in dieser Zeit über diese Infrastruktur gedeckt. Im Jahresdurchschnitt liegt der Anteil immerhin noch bei rund 30 %. Um die Versorgungssicherheit zu verbessern, hat die Regionalregierung bereits eine Sanierung von etwa einem Kilometer der Leitung in Auftrag gegeben – ein Projekt mit einem Budget von fast einer Million Euro. Zudem sollen Maßnahmen zur Druckregulierung künftig Rohrbrüche verhindern.
Die geplanten Arbeiten versprechen langfristige Verbesserungen. Sollte die Umsetzung gelingen, könnte dies die wiederkehrenden Störungen beenden und den Weg für eine stabile Versorgung in den kommenden Jahren ebnen. Pollença setzt darauf, dass aus der aktuellen Krise eine nachhaltige Lösung wächst – denn Wasser bleibt das Lebenselixier einer jeden Gemeinde.
Quelle: Agenturen





