Die Balearische Agentur für Wasser und Umweltqualität (Abaqua) hat Trangsatec mit der Ausarbeitung des Projekts und der Durchführung der Sanierungsarbeiten an einem Abschnitt der Wasserleitung beauftragt, die die Entsalzungsanlage von Alcúdia auf Mallorca mit dem Reservoir von Can Puig verbindet und Pollença mit Trinkwasser versorgt. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 990.284 Euro.
Die Arbeiten dienen dazu, Störungen zu reduzieren und die Versorgungssicherheit zu erhöhen, noch bevor die nächste Tourismussaison beginnt, wie das Ministerium für Meeresangelegenheiten und Wasserkreislauf am Samstag in einer Pressemitteilung mitteilte.
Ziel der Maßnahme ist es, die in den letzten Monaten wiederholt aufgetretenen Störungen an dieser Leitung zu reduzieren und die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser für die Gemeinde Pollença zu stärken.
Diese Infrastruktur ist Teil des von Abaqua verwalteten Hochdruck-Versorgungssystems und stellt ein Schlüsselelement zur Sicherstellung der Versorgung der Gemeinde dar. Die Arbeiten umfassen die Erstellung des Ausführungsplans, die Sanierung der am stärksten beschädigten Abschnitte der Rohrleitung, die Wiederherstellung der betroffenen Grundstücke sowie die Installation eines Systems zur Absorption von Überdruck in der Leitung (ein „Wasserschlagdämpfer“), um das Risiko weiterer Störungen zu verringern.
Die Maßnahme, für die ein Höchstbudget von 990.284 Euro vorgesehen ist, erstreckt sich über einen Abschnitt von fast einem Kilometer Länge.
Neben dem am Donnerstag vom Verwaltungsrat genehmigten Auftrag prüft Abaqua bereits eine zweite Phase für Maßnahmen an einem weiteren Abschnitt mit ähnlichen Merkmalen. Die Sanierung erfolgt grabenlos, indem ein flexibles, faserverstärktes Polyethylen-Hochdichte-Rohr in die bestehende Leitung eingeführt wird. Diese Lösung ermöglicht es, die Festigkeit der Rohrleitung wiederherzustellen und zu erhöhen, und zwar mit minimalen Auswirkungen auf die Umgebung.
Seit dem Frühjahr 2025 wurden wiederholt Störungen verzeichnet, insbesondere auf dem Abschnitt zwischen dem Reservoir von Can Planes und der Pumpstation in Richtung Pollença. In den letzten dreizehn Monaten wurden 17 Reparaturen durchgeführt, wobei sich die Störungen deutlich auf denselben Abschnitt konzentrierten, was die Notwendigkeit einer strukturellen Maßnahme deutlich macht, die über punktuelle Eingriffe hinausgeht.
Die technischen Berichte führen diese Störungen auf eine Kombination von Faktoren zurück, darunter insbesondere die vorzeitige Alterung der Rohrleitung, die hohen Betriebsdrücke in bestimmten Abschnitten und das Fehlen eines Systems, das die während des Betriebs der Anlage entstehenden Überdrücke auffangen kann.
Abaqua informierte am Mittwoch (05.08.2026) die Stadtverwaltung von Pollença über die Genehmigung dieses Auftrags sowie über drei weitere ergänzende Maßnahmen, die darauf abzielen, den Betrieb der Leitung zu verbessern und die Reaktionsfähigkeit bei möglichen Störungen während der Bauarbeiten zu gewährleisten.
Das Projekt zur Instandsetzung dieser Wasserinfrastruktur wurde im Rahmen einesTreffens zwischen dem Minister für Meeresangelegenheiten und Wasserkreislauf, Juan Manuel Lafuente, dem Generaldirektor für Wasserressourcen, Joan Calafat, dem Bürgermeister von Pollença, Martí March, Verantwortlichen der Stadtverwaltung sowie Vertretern des öffentlichen Unternehmens EMSER erörtert.
Quelle: Agenturen





