Angespannte Lage im Schwarzen Meer: Angriffe auf Frachtschiffe

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Die Situation im Schwarzen Meer ist erneut eskaliert, nachdem in der Nähe der bulgarischen Hoheitsgewässer ein Frachtschiff gesunken und ein weiteres schwer beschädigt wurde. Bulgariens Regierung beschuldigt Russland, für die jüngsten Drohnenangriffe verantwortlich zu sein, während die diplomatischen Wellen bis nach Brüssel und Washington schlagen.

In der Nacht von Montag auf Dienstag (13.10.2026) wurden zwei Handelsschiffe Ziel von Drohnenattacken. Der Frachter „Azov Concord“, der unter der Flagge von St. Vincent und den Grenadinen unterwegs war, sank nach einem Angriff 17 Seemeilen vor der bulgarischen Küste nahe Krapets. Von den sechzehn Seeleuten an Bord konnten bislang nur fünf lebend gerettet werden. Die Suchaktion nach den übrigen Crewmitgliedern dauert an. Wenig später wurde der in ukrainischem Besitz befindliche Frachter „Chelsea 3“ beschädigt, als er von der Türkei nach Moldawien fuhr. Alle fünfzehn Besatzungsmitglieder wurden jedoch gerettet, wobei einige Verletzungen erlitten.

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Bulgarien zeigt sich alarmiert und verlangt Erklärungen von der russischen Botschafterin.

Ministerpräsident Rumen Radev betont, dass die Indizien auf Russland hindeuten, auch wenn eindeutige Beweise bislang fehlen. Die Ereignisse reihen sich in eine wachsende Zahl von Angriffen auf zivile Schiffe in der Region ein – darunter bereits am 6. Oktober die Versenkung des Frachters „Alfa Watan“ und Angriffe auf weitere Handelsschiffe.

Die Vorfälle verdeutlichen die Fragilität der Sicherheit im Schwarzen Meer. Als Reaktion sucht Bulgarien verstärkt die Unterstützung von EU- und NATO-Partnern, um den Schutz des eigenen Luftraums und der Seewege auszubauen. Die wiederholten Angriffe werfen Fragen nach der Stabilität, der Seehandelssicherheit und den internationalen Beziehungen in Osteuropa auf – Themen, die auch in den kommenden Wochen die internationale Agenda bestimmen dürften.

Quelle: Agenturen