Gewerkschaften fordern höheren Mindestlohn bis 2027

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Die Debatte um den Mindestlohn in Spanien gewinnt erneut an Fahrt: Die beiden größten Gewerkschaften des Landes, UGT und CCOO, fordern eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf mindestens 1.306 Euro brutto pro Monat bis zum Jahr 2027. Dies entspricht einer Steigerung um rund 7 Prozent gegenüber dem aktuellen Wert von 1.221 Euro. Die Regierung hat sich hierzu noch nicht positioniert.

Im Rahmen einer Pressekonferenz machten die Gewerkschaftsführer Pepe Álvarez (UGT) und Unai Sordo (CCOO) auf die aus ihrer Sicht unzureichende Lohnentwicklung aufmerksam. Sie argumentieren, dass die letzte Mindestlohnerhöhung um 3,1 Prozent im Februar die gestiegene Inflation nicht vollständig ausgleicht und eine Lücke von etwa 2 Prozent zu verzeichnen ist. Ziel sei es außerdem, den Mindestlohn weiter an 60 Prozent des landesweiten Durchschnittslohns heranzuführen.

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Wie viel mehr würde gezahlt werden?

+85 Euro/Monat: Mit der angestrebten Erhöhung würde der Mindestlohn um etwa 85 Euro im Monat steigen.
Jahreseinkommen: Das Bruttojahreseinkommen läge dann bei knapp 18.291 Euro (im Vergleich zu derzeit etwa 17.094 Euro).
Umrechnung auf zwölf Monatsgehälter: Das wären rund 1.524 Euro brutto monatlich.

Die Forderung ist aktuell eine Initiative der Gewerkschaften. Die endgültige Entscheidung trifft die Regierung, die ein Expertengremium um eine Empfehlung gebeten hat.

Die Diskussion über den Mindestlohn findet in einem politisch sensiblen Zeitraum statt, kurz vor den Wahlen im November – doch sowohl Arbeitnehmer als auch Unternehmen drängen darauf, die Verhandlungen unabhängig vom Wahlkampf voranzutreiben. Die Entwicklung zeigt, wie eng wirtschaftliche Sicherheit und soziale Gerechtigkeit in Spanien miteinander verwoben sind.

Quelle: Agenturen