Panik in den Geschäften von Palma

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In Palma de Mallorca machen sich unter den Ladenbesitzern große Sorgen breit: Angesichts der für Freitag (30.10.2026) und Samstag angekündigten Proteste der Gruppe Blocus greifen viele Geschäfte zu drastischen Vorsichtsmaßnahmen. Die Angst vor möglichen Angriffen und Plünderungen, wie sie in Frankreich oder zuletzt in Barcelona vorgekommen sind, ist deutlich spürbar.

Schon am Donnerstagmorgen waren in der Innenstadt Bretter an den Schaufenstern sichtbar. Besonders betroffen sind zentrale Einkaufsstraßen wie Sant Miquel, Jaume III, Plaza España und die Calle Olmos. Viele Geschäfte schließen an den Protesttagen bereits um 18 Uhr, um die Gefahr von Übergriffen oder Diebstählen zu minimieren. Die Händler sind nervös; innerhalb weniger Tage ist auch die Zahl der Mitglieder in Branchenverbänden gestiegen, um besseren Informationsfluss und Unterstützung zu gewährleisten.

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Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus: Während einige große Ketten noch auf Anweisungen aus der Zentrale warten, haben andere, wie das Juweliergeschäft Miró, ihre Schutzmaßnahmen bereits auf die höchste Sicherheitsstufe angehoben. Elektronik- und Parfümeriegeschäfte räumen sogar vorsorglich teure Ware aus. Selbst etablierte Namen wie FNAC und Hugo Boss sichern ihre Auslagen mit Holzplatten. Der Schutz der eigenen Mitarbeiter habe dabei immer oberste Priorität, betont zum Beispiel die Leitung von Müller, die auch die Zahl der Sicherheitskräfte verdoppelt hat.

Die allgemeine Anspannung spiegelt sich auch in der Belegschaft wider: Viele Verkäuferinnen empfinden Hilflosigkeit angesichts der unklaren Lage. Dennoch setzen die meisten Unternehmen auf Vorbereitung, Pragmatismus und ein wenig Hoffnung, dass ihr Geschäft verschont bleibt. Die Ereignisse in Palma sind nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Sorgen, sondern auch eines zunehmenden gesellschaftlichen Drucks, der dringend politische Lösungen erfordert.

Quelle: Agenturen